20 Jahre im Dienste der Menschen

Auf dem Averdunkshof wurden 20 Jahre Grafschafter Diakonie gefeiert.
Auf dem Averdunkshof wurden 20 Jahre Grafschafter Diakonie gefeiert.
Foto: WAZ FotoPool

Neukirchen..  Rund 420 Gäste feierten am Freitagabend auf dem Averdunkshof das 20-jährige Bestehen der Grafschafter Diakonie. Der Anbieter im Bereich Unterstützung, Betreuung und Pflege ist heute ein regionaler Anbieter mit mehr als 500 Mitarbeitern und einem Umsatz von 22 Millionen Euro.

Extrem niedriger Krankenstand

Seit Anbeginn heißen die Geschäftsführer Dietrich Mehnert und Carsten van der Werth. Begonnen haben sie als Ehrenamtliche. Der erste Mitarbeiter, den sie damals für das Johann-Friedrich-Wittfeld-Haus einstellten, war Georg Düntgen, heute immer noch Leiter des Wohnverbundes, einem der Geschäftsbereiche neben Altenheimen und ambulanter Pflege. Der Sozialpädagoge blickt mehr als zufrieden auf die 20 Jahre zurück: „Am Anfang hatte das Haus 14 Mitarbeiter, heute sind es 125. Wir betreuen rund 170 psychisch kranke Menschen, ambulant und stationär, in allen Lebenssituationen. Der jüngste zu Betreuende ist drei Monate alt, der älteste 70 Jahre.“ Düntgen war bei seiner Einstellung knapp 40 Jahre alt und wollte nach Jugendamt, Schule und Lehrplänen noch etwas anderes anfangen. Der Lohn für diesen Entschluss war eine abwechslungsreiche Tätigkeit und das gute Verhältnis in einem Team, das einen extrem niedrigen Krankenstand aufweist.

Thorsten Krüger ist Leiter des Rudolf-Schloer-Stifts in Moers, das seit 1997 zur Grafschafter Diakonie gehört. Der 39jährige ist gelernter Krankenpfleger und nach einem Pflegemanagement-Studium „über einen glücklichen Zufall in der Altenpflege gelandet“.

Gutes Betriebsklima

„Unser Auftrag ist Altenpflege mit hohen qualitativen Ansprüchen. Wir machen das Beste aus dem, was der Bewohner kann, um möglichst viel Lebensqualität zu erreichen.“ Die Diakonie genieße einen guten Ruf als Arbeitgeber, so hat Krüger keine Sorge bei der Personalwahl. Schulungen, Ausflüge, Massagen und Kurse wie autogenes Training werden von Mitarbeitern gern angenommen und tragen zum guten Betriebsklima bei.

Zum Jubelfest eingeladen waren alle Mitarbeiter mit ihren Partnern. „Natürlich sind immer welche im Dienst, einige kommen spät, dafür gehen andere früh“, erklärte Dietrich Mehnert. Manche Betriebsfeier fände gar an zwei Terminen statt, damit alle teilnehmen könnten.

In einer kurzen Ansprache dankten Dietrich Mehnert und Carsten van der Werth den Mitarbeitern, denn sie hätten die Erfolgsgeschichte mitgeschrieben und den Leitgedanken der Diakonie mitgetragen. Carsten van der Werth formulierte: „Alle Menschen, die wir betreuen, dürfen wir nicht nur als Hilfebedürftige, sondern als Kunden verstehen.“ Gegenseitige Achtung und Respekt seien dabei wichtig – und dass alle ihre Arbeit mit Spaß und Freude machten.

„Es wird laut Prognose heute Abend heiter. Das Wetter muss dem jetzt nur noch folgen“, schloss Mehnert die Ansprache.

Und das Vergnügen sollte an diesem Abend nicht zu kurz kommen. Es gab gegrillte Leckereien, italienisches Buffet, Wein, Bier und Unterhaltung drinnen und draußen.

So bot die Liveband „Tuesday 7“ zwar auf der Außenbühne heißen Coverrock, aber Regenschauer und kühle Temperaturen füllten auch die Räume im Averdunkshof. Für fröhliches Lachen und zauberhaftes Staunen sorgte Michael Schmitz-Backes drinnen mit „Magisch interaktiv“.

 
 

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