Wiegehäuschen wird schrittweise renoviert

Foto: Privat

Wenholthausen..  Vor fast 103 Jahren dampfte die erste Eisenbahn über die Strecke Fredeburg-Wenholthausen und hielt erstmals dort im Bahnhof – ein wichtiges Ereignis in der Geschichte des Wenneortes, der Anschluss an die „weite Welt“. 1972 fuhr der letzte Personenzug auf der Strecke. Aus Rentabilitätsgründen wurde die Strecke stillgelegt.

Sauerlandradring

2010 wurde der Sauerlandradring, der auf der ehemaligen Bahntrasse liegt, in diesem Streckenabschnitt eröffnet und wird insgesamt sehr gut angenommen. Damals sollte das „Wiegehäuschen“, direkt am Radring gelegen, abgerissen werden. Der Heimatverein Wenholthausen sprach sich dagegen aus. Man pachtete das Häuschen von der Gemeinde. Jetzt wird das Überbleibsel der Eisenbahngeschichte nach und nach renoviert. Die Kosten für die Renovierung konnte der Heimatverein aber nicht alleine tragen. Unterstützung fanden die Hölter beim Museumsverein Eslohe, der das Unternehmen mit 250 Euro unterstützte, der Sparkasse Meschede, die 1000 Euro stiftete und der Koenigschen Stiftung, die ebenfalls 1000 Euro beisteuerte. Die verbliebenen Kosten von 3000 bis 3500 Euro trägt der Heimatverein Wenholthausen. Jetzt übergab die Sparkasse Meschede ihren Scheck, vertreten durch den Filialleiter Wenholthausen, Andreas König: „Wir freuen uns sehr, dass wir zum Erhalt dieses historischen Gebäudes beitragen können. Wir handeln damit für Erhaltenswertes vor Ort“, so König.

Das Wiegehäuschen hat schon ein neues Dach. Sprossenfenster und Tür sind schon bestellt. „Alle Arbeiten werden von Handwerkern aus Wenholthausen ausgeführt, das ist uns ganz wichtig“, erklärt Stephan Pieper, Vorsitzender des Heimatvereins.

Interessanter Einblick

„Vor Beginn der neuen Saison soll alles fertig sein“, erklärt Pieper weiter. Neben dem Wiegehäuschen soll demnächst ein „Verweil-Platz“ mit Bänken und Tisch entstehen. „Was wir im Innern machen, ist noch nicht ganz klar. Vielleicht stellen wir ein großes Fotos vom alten Bahnhof aus oder ein Modell. Fest steht, dass das Häuschen für Besucher nicht begehbar wird, um Vermüllung zu vermeiden.“ Dem Radler oder Spaziergänger bleibt aber der interessante Blick nach innen.

 
 

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