Wie viel Wind weht oberhalb der Rümmecke?

Arbeiten in schwindelerregender Höhe: 140 Meter ist der Mast hoch. Das entspricht der Nabenhöhe der fünf geplanten Windräder.Foto:
Arbeiten in schwindelerregender Höhe: 140 Meter ist der Mast hoch. Das entspricht der Nabenhöhe der fünf geplanten Windräder.Foto:
Foto: Stefan Pieper
Oberhalb der Freienohler Rümmecke steht jetzt ein 140 Meter hoher Windmessmast. Mindestens ein Jahr lang soll die Anlage Daten sammeln, um ein möglichst genaues Profil über alle Jahreszeiten zu erfassen.

Freienohl..  Oberhalb der Freienohler Rümmecke steht jetzt ein 140 Meter hoher Windmessmast. Damit entspricht er der Nabenhöhe der auf dem Höhenzug geplanten fünf Windräder. Mindestens ein Jahr lang soll die Anlage Daten sammeln, um ein möglichst genaues Profil über alle Jahreszeiten zu erfassen.

„Wir messen in fünf verschiedenen Höhen die Windgeschwindigkeit“, sagt Dr. Carsten Ropeter von der Firma „Ge:Net“. Dadurch könne ein Windprofil entwickelt werden. Daneben werden auch Temperatur und Luftdruck gemessen. Für eine spätere Ausrichtung von Windrädern wird zudem die Windrichtung ermittelt. Mit dem so gewonnenen Windpotenzial des Standortes kann dann der Durchschnittsertrag der Energieleistung vorausgesagt werden.

Als Sicherheit gefordert

Windmessanlagen sind inzwischen branchenüblich geworden, falls nicht bereits andere Windräder in der Umgebung stehen, sagt Andreas Schwetasch, Projektleiter bei „ABO Wind“ in Wiesbaden: Die Messanlagen werden von Banken quasi als Sicherheit gefordert, bevor sie Gelder für die Verwirklichung gewähren. „ABO Wind“ will das Vorhaben in Freienohl umsetzen. Es hat nach eigenen Angaben seit 1996 rund 500 Windenergieanlagen mit mehr als 1000 Megawatt Leistung ans Netz gebracht. Nach Angaben der Stadtverwaltung ist ein Windmessmast auch im Bereich „Goldener Strauch“ südöstlich von Meschede-Einhaus geplant.

Unter www.windpark-freienohl.de stellt das Unternehmen seine Pläne an der Stadtgrenze zu Arnsberg vor. Der Windpark soll demnach, nach jetzigem Stand, auf privaten Flächen errichtet werden. Die Grundstückseigentümer wollen auf einen Teil ihrer Pachtzahlungen verzichten, damit das Vereinsleben gefördert werden kann. Das Unternehmen stellt der Stadt in Aussicht, dass sie durch noch zu vereinbarende Sondernutzungsverträge einen Anteil an den Stromerlösen erhalten könnte. Offen ist, ob eine Bürgerbeteiligung möglich ist: Das stehe erst etwa ein halbes Jahr vor der Inbetriebnahme fest.

Jedes der fünf Windräder in dem Park würde eine Gesamthöhe von 200 Metern haben. Als grober Vergleich: Wenn ein Windrad im Ohl aufgestellt würde, reichte es bis an den Küppelturm.

Auswirkungen auf den Menschen

Laut Stadtverwaltung könnte das Änderungsverfahren zum Flächennutzungsplan im Frühjahr 2016 erfolgen. Dafür muss allerdings vor allem ein Umweltbericht vorgelegt werden, der die Auswirkungen auf Mensch und Natur darstellt.

 
 

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