Wachdienst patrouilliert an der Klinik

Ute Tolksdorf
Markus Besken von der MB Detektei observiert in Zukunft die Veramed-Klinik
Markus Besken von der MB Detektei observiert in Zukunft die Veramed-Klinik
Foto: WP

Beringhausen.  Vandalen wüten seit Jahren in der leer stehenden Veramed-Klinik in Beringhausen. Fenster sind eingeschlagen, Türen eingetreten, Kupferleitungen wurden gestohlen. Nun hat der Eigentümer der Immobilie einen Wachdienst eingestellt, der verhüten soll, dass noch Schlimmeres geschieht. Markus Besken, Chef der MB Detektei aus Dortmund, ist über ein ähnliches Projekt in seiner Heimatstadt auf Beringhausen aufmerksam geworden.

Ähnliches Objekt in Kirchhörde

Dort steht in Kirchhörde auch ein ehemaliges Krankenhaus leer. Die verschiedensten, zum Teil auch gewaltbereiten Gruppen seien dort vor Ort, sagt Besken, Neo-Nazis, Punks, Graffiti-Sprayer, Drogen-Abhängige, Kabel-Klauer und die so genannten „Urban-Explorer“. Die Letztgenannten suchen leer stehende Fabrikhallen oder Verwaltungsgebäude auf, sie lieben den Nervenkitzel, wollen aber laut eigenen Darstellungen nichts zerstören oder wegnehmen.

Das hat Markus Besken anders beobachtet: „Wenn die irgendwo rein wollen, brechen die auch Türen und Fenster auf.“ Eine ganze Gruppe solcher Urban-Explorer habe er in Dortmund aufgegriffen und die hätten ihm von Beringhausen erzählt. Da habe er sich informiert und so sei er mit Fritz Platzer ins Geschäft gekommen. Platzer vertritt die Eigentümer vor Ort. In Beringhausen hat Besken mit seinem Team nun erstmal alle Eingänge der Klinik wieder verschlossen. In Zukunft seien seine Leute und er dort regelmäßig anzutreffen. „Wir machen keine Bewachung von einem Büro aus - wir observieren die Gebäude“, sagt er. „Wenn wir Leute dabei beobachten, wie sie etwas beschädigen, werden wir sie zur Rede stellen und zur Not auch festhalten, bis die Polizei da ist“, sagt Besken, ein bulliger Typ, der nicht den Eindruck macht, als wenn er leicht einzuschüchtern sei. In der Regel lasse er sich aber nur den Personalausweis aushändigen, um die Personalien an die Polizei weitergeben zu können.

Prügelei mit Eindringlingen

In Dortmund, wo er im Auftrag der Anwohner im Dortmunder Süden aktiv sei, habe er sich auch schon manches Mal mit den Eindringlingen prügeln müssen, „aber wir sind alle Kampfsport erfahren“, fügt er erklärend hinzu.

Der Mescheder Polizei hat er sich gestern vorgestellt. Wie in Dortmund wolle er auch hier mit den Beamten vertrauensvoll zusammenarbeiten. Als Referenz nennt er allein „300 Festnahmen“ für die „Geisterklinik“ im Dortmunder Süden.