„Von Anfang an hat die Chemie gestimmt“

Meschede..  Osnabrück, Nordirland, Duisburg, Schmallenberg und Meschede: Silvia Koch ist mit ihren 35 Jahren schon viel herumgekommen. Sie ist nun die neue Geschäftsführerin des Seniorenzentrums Blickpunkt Meschede. Und tritt damit in die großen Fußstapfen ihres Vorgängers Johannes Stienen.

„Natürlich spüre ich eine gewisse Erwartungshaltung“, sagt Silvia Koch. Denn es wartet viel Arbeit auf sie. Von ihrem Vorgänger hat sie nicht nur den guten Ruf des Hauses übernommen, sondern auch einen angefangenen Neubau, der erst 2016 fertiggestellt sein soll.

Erfahrungen mit Baumaßnahmen

Nach und nach werden die alten Gebäudeteile des Seniorenzentrums abgerissen und durch neue ersetzt. „Bei meiner vorherigen Einrichtung in Schmallenberg haben wir mit zwei Baumaßnahmen das Heim erweitert“, sagt Koch: „Ich bin also erprobt.“

Durch eine Zeitungsanzeige hatte die 35-Jährige im vergangenen Jahr von der frei werdenden Stelle erfahren, die perfekt in ihren Lebensplan passte. Silvia Koch wollte weiterhin im Sauerland leben, ihre Arbeitsstelle aber aus persönlichen Gründen wechseln.

In 15 Minuten zur Arbeit

Eine Bewerbung und ein erstes Gespräch mit Johannes Stienen später sitzt sie bereits beim Bewerbungsgespräch. Und bekommt schon abends mitgeteilt, dass sie die Favoritin ist. „Von Anfang an habe ich gemerkt, dass die Chemie stimmt“, sagt Koch, die nun von ihrem Zuhause in Oeventrop statt 45 Minuten nach Schmallenberg nur noch 15 Minuten nach Meschede fahren muss.

Aufgewachsen ist Silvia Koch in Dortmund. Schon nach ihrem Abitur stand für sie aus religiösen Gründen fest: „Ich möchte meinem Leben einen Sinn geben und etwas für die Gesellschaft tun.“ Da sie neben der sozialen Ader auch gut mit Zahlen kann, springt ihr der Studiengang „Pflegemanagement“ in die Augen. Die Voraussetzungen dafür sind an den Universitäten unterschiedlich: manche verlangen ein Praktikum im Pflegebereich, andere eine Ausbildung oder sogar Berufserfahrung. Silvia Koch lernt deswegen zunächst Altenpflegerin, ehe sie ihr Studium in Osnabrück beginnt. Nach dem Abschluss zieht es sie ins Ausland, genauer nach Nordirland. Dort arbeitet sie in einer Behinderteneinrichtung und hätte dies auch weiterhin tun können. „Ich hatte aber Angst, dass ich den Anschluss auf dem deutschen Arbeitsmarkt verliere“, sagt Koch.

Deswegen kehrt sie nach anderthalb Jahren zurück. Macht ein „Trainee-Programm“ im Geschäftsbereich Pflegeversicherung bei einer großen Versicherung in Duisburg und fängt anschließend in Schmallenberg an. Dort arbeitet sie sechs Jahre, viereinhalb davon als Einrichtungleiterin. Nun ist sie nach den zahlreichen unterschiedlichen Lebensstationen in Meschede angekommen.

Verantwortung für 90 Kollegen

Als Geschäftsführerin trägt sie die Verantwortung für 90 Mitarbeiter und 83 Bewohner. „Mein Ziel ist es, die bestmöglichen Lebens- und Arbeitsbedingungen zu schaffen“, sagt Koch: „Aber ich bin auch der Überzeugung, dass sich dies gegenseitig bedingt.“

 
 

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