Videosicherung hätte nicht geholfen

Vandalen beschädigen kostenfreie Reparaturstation..  Uneingeschränkte Zustimmung zu der Empörung über den Vandalismus an der Reparaturstation und absolute Einigkeit über die Verurteilung dieser idiotischen Tat. Hierzu kann und darf es unter zivilisierten Menschen keine zwei Meinungen geben. Dem letzten Teil des Artikels muss aber genau so grundsätzlich widersprochen werden.


Die Einschätzung von Herrn Hegener, dass eine Videoüberwachung den Vandalismus vielleicht verhindert hätte, ist abenteuerlich und populistisch und zeugt von wenig Sachkenntnis über das komplexe Thema. Nur noch einmal so viel dazu, eine Videoüberwachung war in Meschede nie Tagesordnung; es ging immer und ausschließlich um eine Videosicherung.


Der Bereich Reparaturstation war darüber hinaus niemals zur Videosicherung vorgesehen, dementsprechend ist die Schlussfolgerung des Redakteurs auf die Meinung von Herrn Hegener „dass der Stadtrat die Aufnahmen erst kürzlich abgelehnt hat“ in diesem Kontext auch ganz einfach irreführend. Wie die vorgesehene, durch den Rat der Stadt Meschede abgelehnte, Videosicherung an der Bahnunterführung den blinden Vandalismus an einer ganz anderen Stelle, nämlich der Reparaturstation, hätte verhindern können, ist daher in sich unlogisch.


In der Schlussfolgerung aber müssten die Befürworter der Videosicherung nach diesem Vorfall konsequenterweise auch die Reparaturstation mit einer Videosicherung ausstatten, und morgen dann eben Örtlichkeit X und übermorgen Platz Y usw. Die Mehrheit im Rat der Stadt Meschede hat dieser verqueren Logik vernünftigerweise eine Absage erteilt.


Fritz Kramer, Wehrstapel

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