Viadukt erinnert an alte Bahntrasse

Schmallenberg..  In Schmallenberg gibt es nur noch ein Bauwerk, das an die ehemalige Eisenbahntrasse aus dem Jahre 1887 erinnert, und zwar das Eisenbahnviadukt am Fuße des Beerenberges am westlichen Rand der Stadt.

Weiter gab es noch die Eisenbahnbrücke an der alten Post und das Eisenbahnviadukt am Ende der Straße „In der Tränke“. Die Eisenbahnbrücke an der alten Post wurde 1979 abgerissen. Mit dem Abbau der Schienen in Richtung Wenholthausen im August 2004 wurde auch das Viadukt in der Tränke abgerissen.

Bauwerk am Beerenberg

Das Viadukt am Beerenberg wurde im Jahr 1886 von der Firma Josef Plate aus Attendorn gebaut. Man ging damals von einer Nutzungsdauer von 115 Jahren aus. Das Gewölbe, Widerlager, Stirnmauern, Flügelmauern und Überbauten des Viadukts wurden aus Bruchsteinen errichtet.

Das Viadukt ist 4,50 Meter breit, vier Meter hoch und knapp elf Meter lang. Hinzu kommen die seitlichen Flügelwände, so dass die Gesamtlänge des Bauwerks bei rund 19 Metern liegt. Als Material wurden Bruchsteine verarbeitet.

Trinkwasserversorgung

Darüber führte die eingleisige Eisenbahntrasse von Altenhundem über Schmallenberg nach Wenholthausen vom 1. Mai 1887 bis zur endgültigen Stilllegung am 25. September 1966. Das Viadukt und die Unterführung waren damals erforderlich, um das Tal am Fuße des Beerenbergs zu überwinden und die dahinter liegenden Weiden und Waldflächen zu erschließen.

Im Jahr 1882 wurde der erste Hochbehälter für die Trinkwasserversorgung der Bewohner Schmallenbergs im Beerenberg errichtet. Bis dahin hatten alle Häuser noch Trinkwasserbrunnen. Der Hochbehälter war nur durch die Unterführung zu erreichen.

Später wurden durch die Unterführung auch Hochsteins Hühnerfarm und die Klappermühle erschlossen. Auch das vorhandene Wochenendhaus ist heute über diese Unterführung zu erreichen. Über das Viadukt verlaufen heute ein Wanderweg, der Lennetal-Radweg und Sauerland-Radweg.

Stadt übernimmt Viadukt

Da die Eisenbahntrasse in Richtung Lennestadt bereits im Jahr 1966 aufgegeben wurde, beabsichtigte die Bundesbahn das Viadukt abzubrechen. Nach langen Verhandlungen mit der Deutschen Bahn beschloss dann am 18. Juni 1998 die Stadtvertretung Schmallenberg, das Viadukt zu übernehmen. Danach übernahm die Stadt die Eisenbahnüberführung „Philosophenweg“ mit allen Rechten und Pflichten, um so den Straßenverkehr unter dem Bauwerk weiter zu ermöglichen.

 
 

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