Verbaler Schlagabtausch zur Hellebrücke

Foto: Privat / WP Meschede

Eslohe.. Die geplante Verfüllung des Geländeeinschnitts unter der Hellebrücke hat im Esloher Gemeinderat erneut für einen verbalen Schlagabtausch zwischen CDU und SPD gesorgt. Hintergrund war eine schriftliche Anfrage, die die Sozialdemokraten an die Gemeindeverwaltung gestellt hatten. In dem zweiseitigen Schreiben geht es unter anderem um Abschreibungsmodalitäten.

Befürchtung

Die SPD befürchtet, dass sich „in absehbarer Zeit ein erheblicher, erhöhter Abschreibungsbedarf“ ergeben könnte, wenn die Brücke außer Funktion gesetzt bzw. ihrer Bestimmung entzogen wird und zitiert Passagen aus der Gemeindehaushaltsverordnung. In einer ebenfalls schriftlichen Stellungnahme hat die Gemeinde diese Sorgen ausgeräumt und zusätzlich auf eine Bestätigung der Kommunalaufsicht verwiesen. Die hatte sich bereits Ende des vergangenen Jahres mit diesem Thema befasst, weil zwei gleichlautende Anfragen gestellt worden waren.

„Es wäre einfacher gewesen, einfach mal in der Verwaltung anzurufen“, kritisierte CDU-Fraktionschef Dr. Rochus Franzen die Vorgehensweise der SPD. „Man kann langsam den Eindruck gewinnen, dass Sie glauben, im Rathaus arbeiten nur Leute, die die Gemeinde Eslohe finanziell schädigen wollen.“

Ferner kritisierte Franzen die SPD, weil sie der Gemeindeverwaltung im gleichen Schreiben haltlos vorwirft, bereits mit Vorbereitungen zur Geländeverfüllung begonnen zu haben. Dort heißt es: „Am 24. Februar wurde begonnen, die vorhandenen Bäume im Geländeeinschnitt zu entfernen, offensichtlich in Vorbereitung der geplanten Verfüllung. Die SPD bedauert den Fortgang dieser Planungen.“

Tatsächlich seien die Bäume und Sträucher unterhalb der Brücke von Eisenbahn- bzw. Brückenfreunden geschlagen worden, stellte Bürgermeister Stephan Kersting klar. Offenbar, um von der Straße und dem Radweg aus einen freien Blick auf die Brücke zu haben. Trotz mehrfacher Aufforderungen des Försters und der Verwaltung sei der Abraum jedoch nicht entfernt worden. Und so habe sich die Verwaltung letztlich gezwungen gesehen, die Gehölzreste Ende Februar entfernen zu lassen. Mit einer Vorbereitung auf die Verfüllung habe das nicht im Geringsten etwas zu tun, so Kersting.

Petitionsverfahren

Derweil hat es in Düsseldorf bereits ein Petitionsverfahren zur Hellebrücke gegeben, das negativ beschieden worden ist. Ein weiteres Verfahren läuft. Wer sich an den Petitionsausschuss gewandt hat, ist unklar. „Vielleicht können Sie uns ja ein wenig mehr dazu erzählen“, schickte Christdemokrat Franzen spitz in Richtung SPD-Fraktionschef Volker Frenzel. Der Konter folgte prompt und nicht weniger spitz: „Nein, das können wir nicht.“

 

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