Veleda-Höhle öffnet 2015

Über Tausende von Jahren haben sich in der Höhle Auswaschungen durch Regenwasser gebildet. Im Winter ist sie Schlafplatz für Fledermäuse.
Über Tausende von Jahren haben sich in der Höhle Auswaschungen durch Regenwasser gebildet. Im Winter ist sie Schlafplatz für Fledermäuse.
Foto: Privat
Im Frühjahr 2015 soll die Veleda-Höhle in Velmede für Besichtigungen freigegeben werden. Sie ist das älteste Kulturdenkmal des Ortes.

Velmede..  Schwere Eisengitter versperren den Zutritt. Wie es dahinter aussieht? Das wissen die wenigsten Einheimischen. Kaum ein Ort in der Gemeinde ist so sagenumwoben und rätselhaft wie die Velmeder Veleda-Höhle. Dabei tut sich dort zurzeit so einiges. Das älteste Kultur- und Geschichtsdenkmal des Ortes wird demnächst Besuchergruppen empfangen. Im Frühjahr 2015 soll offiziell eröffnet werden.

Die Veleda-Höhle liegt südlich von Velmede am Ostenberg. Der Weg dorthin ist nicht ausgeschildert, die Höhle liegt gut versteckt. Alles ziemlich unscheinbar. Schwer zu erahnen, wie es wohl hinter dem Eingang aussieht. Streng genommen gibt es sogar drei Eingänge, von denen allerdings nur der westliche begehbar ist.

Die Gemeinde Bestwig und die Dorfgemeinschaft Velmede-Bestwig haben sich in den vergangenen Wochen und Monaten mächtig ins Zeug gelegt, um einen Teil der Höhle begehbar zu machen. „Mit Mitteln aus dem Leaderprogramm und Geldern der Gemeinde wurden Treppen und Podeste installiert. Mittlerweile lässt sich eine schöne Tour durch die Höhle machen“, so Michael Stratmann, der stellvertretende Vorsitzende der Dorfgemeinschaft.

Klingt vielversprechend. Also los. Die Eisentür schwingt auf, eine Treppe führt hinab auf ein Podest. Von dort hat man einen beeindruckenden Blick auf den unteren Bereich der Halle. Stratmann erklärt: „Die Öffnung und Begehbarkeit der gesamten Höhle ist nicht notwendig und auch aus Kostengründen nicht sinnvoll.“ Vielmehr solle die Besichtigung der Höhle auf einem ca. 90 Meter langen horizontalen Weg erfolgen, der am sogenannten Schusterstübchen endet.

Von Menschen und Tieren bewohnt

Von dem Podest aus geht es links ab. Dann wird es abenteuerlicher. Die restlichen Sonnenstrahlen von draußen haben sich in den Weiten der Höhle verloren, es ist stockduster. Ohne Taschenlampe sieht man hier nicht einmal mehr die Hand vor Augen.

Dazu ein Weg im Originalzustand. Es geht über Stock und Stein. Die Decke hängt tief. Die ungewöhnlichen Formen der Wände haben sich über Tausende von Jahren durch die Auswaschung von Regenwasser gebildet.

Auffallend sind die wenigen Tropfsteine, anders als in vielen Schauhöhlen. Der Grund dafür: Die Höhle stand über viele Jahrtausende offen und wurde von Menschen und Tieren bewohnt.

Aber auch der Anspruch an den Naturschutz unterscheidet die Veleda-Höhle von Schauhöhlen. So ist sie im Winter der Schlafplatz vieler Fledermäuse. Die touristische Dimension spielt daher in Velmede nur eine untergeordnete Rolle. „An vorher angekündigten Wochenenden werden öffentliche Führungen angeboten; für Gruppen soll es die Möglichkeit geben, zu besonderen Terminen Höhlenführungen durchzuführen. Eine ständige Öffnung wird es nicht geben.“

Das Wichtigste sei, dass die Menschen im Ruhrtal mehr über ihre Geschichte erfahren und dabei die Entstehung und die Nutzung der Veleda-Höhle kennen lernen. „Die Höhle soll verstärkt in das Bewusstsein der Menschen gebracht werden.“

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