„Unser Schulsystem ist besser“

Meschede..  Julia Menke (16) aus Meschede war ein halbes Jahr in Amerika, genauer in Mount Juliet. Im Interview berichtet die Schülerin des Städtischen Gymnasiums über ihre Erfahrungen und gibt Tipps.

Wo liegen die Unterschiede zwischen den Schulsystemen?

Julia Menke: Der größte Unterschied ist, dass die Highschool eine Gesamtschule ist. Es wird also nicht zwischen Gymnasium, Real- und Hauptschule unterschieden. Das Benotungssystem ist auch anders. Es gibt keine mündlichen Noten wie in Deutschland. Es wird alles schriftlich bewertet, demnach gibt es auch wesentlich mehr Tests. Man hat auch ein Jahr lang jeden Tag die sieben gleichen Fächer. Dann wechseln die Kurse.

Wie viel Zeit hast du für die Schule aufgewendet?

Die Zeit in der Schule war im Vergleich zu hier dieselbe, nämlich von 8 bis 15 Uhr. Allerdings hat man keine Freistunden während der Schulzeit. Die Menge der Hausaufgaben hängt natürlich vom Fach und dem Lehrer ab, aber auch da hatte ich nicht viel mehr zu tun als hier.

War es schwer für dich wieder in den deutschen Schulalltag zurückzukehren?

Es ging. Ich hatte in einigen Fächern, wie zum Beispiel in Mathe, schon einiges verpasst, aber nach etwa zwei Wochen war ich wieder drin.

Welches Schulsystem ist für dich das Bessere?

Definitiv das deutsche. Man lernt mehr und effektiver, da man alle Fächer durchgehend hat. So kann man die Lerninhalte viel besser miteinander verknüpfen und die Themen bauen aufeinander auf.

Ist ein Aufenthalt empfehlenswert?

Ja, es war eine gute Erfahrung, die ich auf jeden Fall empfehlen kann.

EURE FAVORITEN