Ü3-Betreuung: Zu wenig Plätze in der Innenstadt

Meschede..  In der Kernstadt stehen in den Kindergärten zu wenig Plätze für die Ü3-Betreuung zur Verfügung. Es besteht eine Warteliste. Der Hochsauerlandkreis bestätigte jetzt Informationen unserer Zeitung, wonach momentan nur noch Angebote für Wallen gemacht werden. In der Innenstadt seien keine Kapazitäten mehr vorhanden. Mindestens zwei Kinder sind davon betroffen.

Der Hochsauerlandkreis hält das Angebot im Städtischen Kindergarten Wallen für zumutbar. Es sei geprüft worden, dass eine passende Busverbindung bestehe, sagte Pressesprecher Martin Reuther. Das bedeutet aber auch: Eltern müssten Busfahrt und Beruf miteinander vereinbaren können.

Zumutbare Entfernung

Nach dem Gesetz muss der angebotene Platz wohnortnah sein. Was diese Definition bedeutet, ist noch nicht abschließend von Gerichten geklärt. Es gibt einzelne Urteile, wonach als „zumutbare Entfernung“ maximal fünf Kilometer angegeben worden ist - bis nach Wallen sind es acht Kilometer. Reuther warb um Verständnis, dass die Bedarfsplanung, wie viele Plätze benötigt werden, zu Beginn eines Jahres erfolgt. In den jetzt bekannt gewordenen Fällen hatten Mütter erst später nach einem Platz gesucht. Recherchen unserer Zeitung ergaben, dass Ü3-Plätze insbesondere in der Gartenstadt schon frühzeitig knapp waren. Eltern, die ihre Kinder wegen der Entfernung lieber in den St.-Franziskus-Kindergarten am Kastanienweg untergebracht hätten, mussten auf den Kindergarten „Mikado“ in der Hünenburgstraße ausweichen.

Anspruch auf Betreuung

Nach dem Gesetz haben Eltern einen Anspruch auf die Betreuung ihrer Kinder. Jungen und Mädchen über drei Jahren müssen in einer Kindertageseinrichtung untergebracht werden.

Zumindest in einem der Fälle aus Meschede wurde jetzt eine andere Übergangslösung gefunden: Das Kind besucht jetzt alternativ das „Spatzennest“ für Kleinkinder in der Offenen Tür. Dort bietet eine Elterninitiative vormittags je nach Gruppe zwei- bis dreimal in der Woche eine Betreuung an.

 
 

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