Taxifahrer mit Pistole bedroht und überfallen

Es ist bereits der zweite Überfall auf ein Taxi innerhalb von kurzer Zeit in Meschede.
Es ist bereits der zweite Überfall auf ein Taxi innerhalb von kurzer Zeit in Meschede.
Foto: WAZ
Zum zweiten Mal innerhalb von sechs Wochen ist in Meschede ein Taxifahrer ausgeraubt worden. Die Täter bestellten ihn in eine einsame Ecke - dann schlugen sie zu.

Meschede.. Die heimischen Taxifahrer sind in Sorge: Schon zum zweiten Mal innerhalb von sechs Wochen hat es einen Überfall auf sie gegeben. Dieses Mal blickte der Fahrer in die Mündung einer Pistole.

In der Nähe der Autobahnunterführung

Es ist die Nacht auf Freitag, 29. Mai, kurz nach 1 Uhr: Ein Taxifahrer wird zur Waldstraße bestellt. Zehn Minuten später kommt der 33 Jahre alte Mann an der Waldstraße in der Nähe der Autobahnunterführung an. Dort trifft er nach eigener Aussage auf zwei Männer, die er für seine Fahrgäste hält und durch das Fenster anspricht.

Aber: Anstatt einzusteigen, kommt das Duo näher, einer der beiden Unbekannten hält dem Taxifahrer eine Pistole vor und fordert ihn zur Herausgabe seines Portemonnaies auf.

In Richtung einer ehemaligen Tierverwertungsfirma

Der 33-Jährige händigt den beiden Männern die Geldbörse aus. Der Inhalt: ein dreistelliger Bargeldbetrag. Die Täter flüchten zu Fuß in Richtung einer ehemaligen Tierverwertungsfirma, wahrscheinlich in ein nahegelegenes Waldgebiet.

Der Taxifahrer aus Meschede bleibt unverletzt. Er wählt den Notruf, die Polizei leitet sofort eine Fahndung ein - ergebnislos. Es ist bereits der zweite Überfall auf ein Taxi innerhalb von kurzer Zeit: Mitte April war eine Taxifahrerin von einem Unbekannten auf den Parkplatz der Abtei Königsmünster bestellt und mit Pfefferspray bedroht worden. Auch sie übergab ihre Geldbörse. Vom Täter fehlt nach Angaben der Polizei weiterhin jede Spur.

Tätern drohen fünf Jahre Haft

Einen Zusammenhang zwischen beiden Taten sehen die Ermittler nicht. „Dafür gibt es nicht genug Parallelen“, so Polizei-Sprecher Ludger Rath. Dass dieses Mal eine Waffe eingesetzt worden sei, zeige eine hohe kriminelle Qualität.

„Das ist keine spontane Tat, so etwas ist geplant.“ Täter, die so vorgingen, hätten in der Regel bereits eine kriminelle Karriere hinter sich. Hinzu kommt: Eine räuberische Erpressung auf einen Kraftfahrer wird hart bestraft - den Tätern drohen fünf Jahre Haft.

Der Taxifahrer hat die beiden Männer wie folgt beschrieben: Der Täter mit der Waffe ist demnach zwischen 25 und 30 Jahre alt, etwa 170 oder 175 Zentimeter groß. Seine Figur soll „durchtrainiert“ sein. Der Mann trug einen dunklen, vermutlich schwarzen Trainingsanzug und einen dunklen Schal. Als er sprach, klang es nach einem Akzent.

Dunkelfarbiger Trainingsanzug und Schal

Der zweite Täter soll mit einer Größe von 180 bis 185 Zentimeter etwas größer sein als sein Begleiter, aber ungefähr im gleichen Alter. Er war ebenfalls mit einem dunkelfarbigen Trainingsanzug und einem Schal bekleidet. Allerdings soll er stabile Figur mit Bauchansatz haben. An einer Augenbraue trägt der Mann ein Piercing und er hat nach Aussagen des Taxifahrers eine auffällig große Nase. Beide Männer trugen während der Tat die Schals vor dem Gesicht.

Die Polizei hat die Ermittlungen übernommen. Zeugen werden gebeten sich unter 90200 bei der Polizei zu melden.

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