Stolpersteine stehen wieder zur Diskussion

Schmallenberg.. Das Projekt Stolpersteine, für das der Bezirksausschuss Schmallenberg nach langen Diskussionen die Umsetzung beschlossen hatte, muss jetzt noch einmal neu aufgerollt werden.

Michael Senger vom Kulturamt der Stadt Schmallenberg teilte im Ausschuss mit, dass der Künstler neue Bestimmungen vorgibt.

Die Grünen-Fraktion hatte das Projekt im April 2010 mit den Hintergrunddaten von Ortsheimatpfleger Helmut Voß vorgeschlagen. Dabei handelt es sich um eine Aktion des Künstlers Gunter Demnig. Er verlegt kleine Gedenktafeln im Pflaster verschiedener Städte. Sie werden in der Regel vor den letzten frei gewählten Wohnorten von NS-Opfern in den Gehweg eingelassen.

Geplant waren für Schmallenberg 20 Steine. „Um Kosten zu sparen, sollten auf einem Stein zwei Namen stehen“, erklärte Senger. Er sollte nach dem Beschluss des Bezirksausschusses im März die Kosten ermitteln. Rund 2500 Euro hätte das Projekt gekostet - nach den neuen Vorgaben wäre der Betrag fast doppelt so hoch. Pro Stein ein Name, also 39 Stück müssten verlegt werden. 3900 Euro kosten die Steine, hinzu kämen die Stunden für die Verlegung und die Dokumentation sowie eine Übernachtung für den Künstler. Auch das ist ein neuer Kostenfaktor.

Christa Wolter (Grüne) erklärte daraufhin, dass bereits Sponsoren für die 20 Steine gefunden seien und dass es auch kein Problem sei, für die restlichen 19 Steine Sponsoren zu finden.

Die Stadt soll die Kosten jetzt noch einmal neu ermitteln. Außerdem müssen die Eigentümer angeschrieben werden. Auch von ihrer Zustimmung, nun die doppelte Anzahl an Steinen auf dem Grundstück verlegen zu lassen, hängt das Projekt nun ab.

 
 

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