So schafft sich die Kirche selber ab

Keine Kommunionfeier mehr in Remblinghausen. Mit großer Enttäuschung, ja Wut habe ich vom Ergebnis der letzten Sitzung der Hauptamtlichen mit den Vorsitzenden der Pfarrgemeinderäte aller 17 Gemeinden erfahren. Wie bereits berichtet, wurde abgestimmt. Trotz mehr als 800 Unterschriften, trotz der Bereitschaft von St. Walburga und Mariä Himmelfahrt die heilige Messe zu tauschen, keine erste heilige Kommunion in Remblinghausen. Danke an die Bereitschaft zu tauschen. Das ist Zusammenarbeit im Pastoralverbund! Terminprobleme hätte es also nicht gegeben.

Wenn wir alle unsere heiligen Sakramente nicht mehr im Kreis der Gemeinde feiern können, zerstören wir das letzte Vertrauen in unsere Kirche. Wir fordern daher nach wie vor die Feier in Remblinghausen. Natürlich nicht nur uns, sondern allen Gemeinden muss dieses Recht zustehen, zumal der Priestermangel hier keine Rolle spielt.

Dass Pater Werner dann noch von einer Hetzkampagne der Remblinghäuser sprach, können wir nicht nachvollziehen. Wenn sich Christen vor Ort für den Glauben und die Gemeinde einsetzen, ist das wahres Christentum. Nicht aber eigensinniges und veraltetes Denken von Pfarrer Eickelmann und Pater Werner.

Worum geht es überhaupt noch in unserer Heiligen Katholischen Kirche vor Ort? Steht unser Gott unser Herr Jesus Christus und das Wohl unserer 17 Gemeinden im Mittelpunkt? Die Zeiten der Kirche von oben müssen endgültig der Vergangenheit angehören.

So schafft sich die Kirche selber ab. Alle, die ein Amt, sei es als Kirchenvorstand oder als Pfarrgemeinderat bekleiden, sind aufgefordert sich zu wehren und die Kirche von unten neu zu gestalten. Kämpfen wir wirklich noch für das, was wir vertreten?

Wenn es aber, Herr Pfarrer, Ihr Vorhaben ist, die Vertreter der Kirche vor Ort zu vergrämen sind Sie bei vielen auf dem besten Wege. Aus Ihrem Verhalten schließe ich möglichst in Zukunft von allen 17 Gemeinden nur noch einen Kirchenvorstand und nur noch einen Pfarrgemeinderat zu bilden. Diese alle nicken nur noch. Es wäre ja auch so viel einfacher für Sie. Wenn das aber Ihr Vorhaben ist, seien Sie wenigstens so ehrlich und sagen es offen. Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände, die nur nicken, sind sicher nicht im Sinne unseres Glaubens und unserer Gemeinden.

Auf wie vielen Treffen und Versammlungen, eingeladen von Vertretern aus Paderborn, haben wir gehört, dass wir Laien uns mehr einsetzen müssen. Warum spricht Paderborn so und Sie Herr Pfarrer handeln genau anders? Wir sollten mit unseren Erzbischof persönlich fragen, ob die Entwicklung in unserem Pastoralverbund in seinem Sinne ist. Ich werde dies tun.

Nicht der Einzelne, weder Sie Herr Pfarrer, noch ich noch irgendjemand hier vor Ort, ist wichtig. Sondern nur der Glaube an unseren Herrn und Gott und sein Vermächtnis nach seiner Lehre zu handeln. Sollten Sie einfach überfordert sein, geben Sie Verantwortung ab und lassen auch andere Meinungen in Ihrem Seelsorgeteam gelten. Nach eigenem Bekunden sind bei weiten nicht alle Priester mit Ihren Entscheidungen einverstanden.

Vor wenigen Tagen hat unser Heiliger Vater die Jugend aufgefordert die Verkrustungen der Kirche von innen aufzulösen. Sie sind der Grund für eine solche Aufforderung.

, Mitglied im Kirchenvorstand