Serie von Einbrüchen - warum trifft es Freienohl?

Freienohl.  Schlägt er an diesem Wochenende wieder zu? In Freienohl herrscht Unruhe, nachdem es zu einer Häufung von Einbrüchen gekommen war. Acht Fälle haben sich zwischen dem vergangenen Freitag und dem vergangenen Sonntag ereignet - eine regelrechte Serie. Seitdem ist nichts mehr passiert. Was ist das für ein Täter? Und wird er nur am Wochenende aktiv?

Lockenwickler als Beute

Die Polizei hat die Fälle analysiert. Pressesprecher Ludger Rath kommt zu folgender Einschätzung: „Um professionelle, reisende Täter handelt es sich eher nicht.“ Dagegen spricht aus seiner Sicht das Vorgehen: Da wird mit einem Brecheisen versucht ein Auto zu knacken und am Ende fliegt nur der Türgriff ab. Da wird in ein Wohnmobil eingebrochen und die Beute ist banal: ein Lockenwickler beispielsweise.

Die Beamten gehen davon aus, dass sie es mit mindestens einem so genannten „Regional ansässigen Täter“ zu tun haben. Sprich: Jemand, der in der Umgebung wohnt, und nebenbei solche Straftaten verübt. Seinen Lebensunterhalt bestreiten kann der Gesuchte mit der Beute nämlich nicht. „Bargeld und Schmuck“, so Pressesprecher Rath, „sind bei den professionellen Einbrechern gefragt. Die schleppen in der Regel auch keine Fernseher mehr aus Wohnungen.“

Nicht mal die konnte der unbekannte Serien-Einbrecher erbeuten. Dreimal drang er in abgestellte Wohnwagen ein, einmal scheiterte er. Einen Pkw knackte er, ein weiteres mal scheiterte er. Eine Garage brach er auf. Und einmal hatte er es auf ein Wohnhaus abgesehen - und scheiterte wieder.

Wie sollten die Freienohler darauf reagieren? „Mit Sensibilität“, rät Pressesprecher Rath: Fahren auf einmal Wagen mit einem auswärtigen oder unbekannten Kennzeichen durch ein Wohngebiet? Spazieren dort auf einmal Leute umher, die dort sonst nicht zu sehen sind? Schauen diese Unbekannten vielleicht sogar in Garagen und Schuppen? Rath bittet in solchen Fällen darum, die Polizei zu verständigen. „Wir gehen solchen Hinweisen nach und es ist auch nicht schlimm, wenn sich die Beobachtungen als harmlos herausstellen“, betont Rath.

Eine konkrete Spur hat die Polizei übrigens noch nicht. Die Ermittlungen dauern an.

 
 

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