Sekundarschule: Jetzt müssen die Eltern überzeugt werden

In den Stufen 5 und 6 gibt es einen gemeinsamen Unterricht von Schülern mit Hauptschul-, Realschul- und Gymnasialempfehlung; ab der 7 können sie gemeinsam oder differenziert unterrichtet werden. Foto: Nigel Treblin/ddp
In den Stufen 5 und 6 gibt es einen gemeinsamen Unterricht von Schülern mit Hauptschul-, Realschul- und Gymnasialempfehlung; ab der 7 können sie gemeinsam oder differenziert unterrichtet werden. Foto: Nigel Treblin/ddp
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Ob er sein Kind auf diese neue Schule schicken würde? „Klar“, legt sich Bürgermeister Uli Hess fest: „Ich bin fest vom Erfolg der Sekundarschule überzeugt.“ Jetzt müssen die Eltern davon überzeugt werden. Das beginnt nächste Woche. Am Ende soll zum Schuljahr 2013/14 die Einrichtung einer Sekundarschule stehen.

Meschede..  Ob er sein Kind auf diese neue Schule schicken würde? „Klar“, legt sich Bürgermeister Uli Hess fest: „Ich bin fest vom Erfolg der Sekundarschule überzeugt.“ Jetzt müssen die Eltern davon überzeugt werden. Das beginnt nächste Woche. Am Ende soll zum Schuljahr 2013/14 die Einrichtung einer Sekundarschule stehen.

Gleich am ersten Schultag bekommen die Dritt- und Viertklässler eine Broschüre als Basisinformation für ihre Eltern mit. Im September werden Fragebögen (durch die ein Stimmungsbild ermittelt werden soll) verteilt, es folgen Informationsabende (siehe Infokasten). Der Stadt, betonten Bürgermeister Hess und Fachbereichsleiterin Gisela Bartsch gestern bei einer Pressekonferenz, geht es bei dieser wichtigen Schul-Entscheidung jetzt um „größtmögliche Transparenz“.

Künftig soll gemeinsam gelernt werden

Bartsch hat schon im Vorfeld Anfragen von Eltern bekommen, warum die Stadt denn keine Gesamtschule einrichte: In den Gesprächen sei dann klar geworden, dass es den Eltern um ein gemeinsames, integriertes Lernen für ihre Kinder gehe – aber genau das leiste ja auch die Sekundarschule bis zur zehnten Klasse, „aber überschaubarer, kleiner“.

Genau auf diesen Vergleich zwischen Sekundar- und Gesamtschule geht die Stadt schon in ihrer ersten Elterninfo ein. Grundtenor ist, dass die Sekundarschule im Grunde bis zur zehnten Klasse auch eine Gesamtschule ist: In den Stufen 5 und 6 gibt es einen gemeinsamen Unterricht von Schülern mit Hauptschul-, Realschul- und Gymnasialempfehlung; ab der 7 können sie gemeinsam oder differenziert unterrichtet werden.

In den Ferien ist schon einmal ein Muster-Stundenplan aus Wahl-, Pflicht- und Neigungsfächern angelegt worden: „Da merkt man erst, wie vielfältig die Sekundarschule ist“, sagt Gisela Bartsch. Und: „Die Übergänge werden fließender und einfacher“, meint sie mit Blick auf die weiterführenden Schulen – die Sekundarschüler werden sowohl auf gymnasiale Standards als auch aufs Berufsleben vorbereitet. Dafür bürgen die „Vertragsschulen“ der Sekundarschule: Diese Kooperationspartner werden das Städtische Gymnasium, das Benediktiner-Gymnasium und das Berufskolleg sein – in den abzuschließenden Verträgen mit der Sekundarschule können sie ihre Wünsche festschreiben.

Kurze Wege wahren, Gymnasien erhalten

Wie berichtet, sollen die Städtische Realschule und die St.-Walburga-Hauptschule am August-Macke-Schulzentrum ab Sommer 2013 zur Sekundarschule zusammengefasst werden. In Freienohl soll (an der dortigen Hauptschule) eine zweite Sekundarschule entstehen, entweder eigenständig oder als Teilstandort der Mescheder – diese Organisationsfrage hängt noch von der Zahl der Schüler ab. Durch die Entscheidung soll sowohl ein wohnortnahes Bildungsangebot mit kurzen Wegen im Stadtgebiet erhalten bleiben als auch das bewährte Angebot, an den Gymnasien das Abitur machen zu können.

Zur Gründung einer Sekundarschule sind 75 Anmeldungen erforderlich (sie muss mindestens dreizügig sein, jede Klasse mit 25 Kindern gerechnet). Ein Teilstandort Freienohl kann zweizügig sein, dann wären für die Mescheder Lösung zur Sekundarschule insgesamt 125 Anmeldungen nötig.

Der Zeitplan:

22. August: Die Eltern der Dritt- und Viertklässler erhalten über ihre Kinder eine Info-Broschüre der Stadt.


27. August: Um 20 Uhr findet ein großer Informationsabend in der Mescheder Stadthalle nicht nur für Eltern, sondern für alle Interessierten statt. Mit dabei ist Dr. Ernst Rösner vom Institut für Schulentwicklungsforschung der TU Dortmund. Er berät auch die Stadt Meschede bei der Schulentwicklung.

24. September: Verteilung der Fragebögen für die Elternbefragung.

24. September: 20 Uhr Elterninformationsabend in der Schule unter dem Regenbogen (für die Grundschulen Remblinghausen, Eversberg/Wehrstapel und Kernstadt Meschede).


25. September: 20 Uhr zweiter Elterninformationsabend in der Grundschule Freienohl (für die Grundschulen Freienohl, Wennemen und Berge).


28. September: Rückgabetermin für die Fragebögen.


31. Oktober: Der Stadtrat entscheidet über eine Antragstellung für eine Sekundarschule.

 
 

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