Schon im Februar beginnt der Umbau der früheren Hertie-Immobilie

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Das letzte Stück Papier, das noch fehlte, ist seit gestern Morgen ausgetauscht. Der Kaufvertrag für die frühere Hertie-Immobilie ist damit auch formal komplett. Schon ab Februar, so glaubt Bürgermeister Uli Hess, wird der Bereich rund um den Winziger Platz zur Baustelle. Die Investoren Hubert und Oliver Bövingloh werden aus dem alten Kaufhaus das moderne Meschede-Center machen. Zehn bis zwölf Millionen Euro sind dafür nach ersten Berechnungen veranschlagt.

Meschede. Das Meschede-Center wird kein typisches Kaufhaus wie in der bisherigen Form sein: Mehrere unabhängige Geschäfte werden unter einem gemeinsamen Dach untergebracht sein. Im Innern werden die Stockwerke durch Rolltreppen verbunden. Die ersten Mietverträge haben die Bövinglohs nach eigenen Angaben bereits geschlossen: Mode und Unterhaltungselektronik sind damit abgedeckt.

Zwei konkrete Nachfragen von Mescheder Einzelhändlern, die über eine Erweiterung oder eine Zweigstelle im Meschede-Center nachdenken, hat auch Wirtschaftsförderer Andreas Marx. Ausdrücklich ermutigt er die Inhaber von regionalen Geschäften, über eine Expansion im Meschede-Center nachzudenken. Fehlen, so seine Bestandsaufnahme, würde in Meschedes Innenstadt ein Elektronikmarkt, außerdem der Bereich Porzellan und Haushaltswaren. „Noch nicht ganz abgeschrieben“ seien Verhandlungen mit dem Mode-Trendsetter H & M, allerdings ziehe es dieses Unternehmen insbesondere in Städte ab 50 000 Einwohner aufwärts. Marx arbeitet jetzt eng mit dem von Bövingloh beauftragten Projektentwickler zusammen, um den erhofften Branchen-Mix fürs Meschede-Center umzusetzen. Ziel seien „weder Edel-Boutiquen noch Ein-Euro-Läden“: „Das Meschede-Center soll das Portemonnaie von Otto Normalverbraucher ansprechen.“ Marx ist nach der Vertragsunterzeichnung „ein Stein vom Herzen gefallen“: „Auch wenn es pathetisch klingt, das hat etwas von Auferstehung.“

Bürgermeister Uli Hess gibt im Rückblick zu: „Eine Alternative hatten wir nicht in der Hinterhand.“ Umso mehr preist er die Hartnäckigkeit und Verlässlichkeit, die Bövinglohs seit 2009 an den Tag gelegt hätten.

Hess ist froh: Meschedes Attraktivität werde durch das neue Einkaufszentrum gesteigert. „Es ist so erfreulich, dass die Wiederbelebung des Kaufhauses nach vier Jahren in die Tat umgesetzt werden kann“, erklärte er. „Es waren zum Teil zähe Verhandlungen und es sind viele Aktivitäten von uns im Hintergrund gelaufen.“ Hess bekräftigte: „Wir werden hier einen echten Einkaufsmagneten bekommen.“ Diese Entwicklung passe auch zum Gesamtkonzept der Regionale: In der Nachbarschaft des künftigen Meschede-Centers ist gerade die Henne freigelegt worden und es werden neue Spazierwege, Bänke und Bäume angelegt.

 
 

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