Schminkverbot beim Halloween-Spektakel im Fort Fun ein "Horror"

Schminkverbot im Fort Fun - so machte eine Meschederin das Halloween-Spektakel keinen Spaß.
Schminkverbot im Fort Fun - so machte eine Meschederin das Halloween-Spektakel keinen Spaß.
Foto: Privat
Es sollte ein schöner gruseliger Tag beim Halloween-Spektakel „Fort Fear“ im Freizeitpark Fort Fun werden. Doch für Nicole Höhle aus Meschede begann der „Horror“ nach eigenen Angaben bereits an der Kasse. Kostüme und Masken waren nicht erwünscht. Ihren Spaß am Verkleiden musste sie sich abschminken.

Meschede/Bestwig. Den Tag beim Halloween-Spektakel „Fort Fear“ im Freizeitpark Fort Fun (Sauerland) hatte sich Nicole Höhle anders vorgestellt. Der „Horror“ begann bereits an der Kasse. Sie und der Rest ihrer Gruppe waren nämlich geschminkt und kostümiert angerückt. Das aber wird seit einiger Zeit gar nicht mehr gern gesehen.

Stimmung im Keller

Andreas Sievering, Generalmanager im Freizeitpark, geleitete die Mescheder in den Backstagebereich. Dort mussten sie sich abschminken. „Die Stimmung war im Keller, wir konnten den Parkbesuch nicht genießen“, schreibt Nicole Höhle. Insbesondere, da der Besuch ein Geschenk für die Kinder gewesen sei.

Christine Schütte ist Marketing-Chefin im Fort Fun bei Bestwig. Sie kann den Ärger verstehen, bittet aber um Verständnis für das Schminkverbot: „Wir haben leider immer wieder schlechte Erfahrungen mit Erwachsenen gemacht. Einige machen sich einen Spaß daraus, andere Besucher zu erschrecken.“ Weil dabei manchmal Grenzen überschritten worden seien und es Beschwerden gab, habe sich die Parkleitung zu diesem Schritt entschieden.

Nicole Höhle und ihre Gruppe waren am besagten Tag keineswegs die einzigen, die geschminkt erschienen sind. Die Meschederin weiß warum: „Weil Fort Fun kein eindeutiges Verbot kommuniziert hat“. Auf der Webseite sei lediglich zu lesen gewesen: „Kinder können gerne kostümiert das Fort Fear besuchen, (junge) Erwachsene werden aber gebeten, auf eine Kostümierung zu verzichten.“

Kurz nach dem Besuch der verärgerten Gruppe aus Meschede hat die Parkleitung diese Formulierung geändert. „Ich persönlich finde es schade, dass ich mich nicht höflich ausdrücken darf, wenn ich jemanden um etwas bitte“, sagt Schütte. Aber um weitere Probleme zu vermeiden, komme man wohl um den unschönen Begriff „Verbot“ nicht herum. Für Nicole Höhle war es nach eigenen Angaben jedenfalls „der definitiv letzte Besuch des Fort Fear“.

11 000 Besucher beim Fort Fear Horrorland

Den grundsätzlichen Erfolg des viertägigen Halloween-Spektakels schmälert das ärgerliche Missverständnis übrigens nicht. Rund 11 000 Besucher seien in diesem Jahr zum Fort Fear Horrorland gekommen, sagt Schütte. Besucherrekord. Und überhaupt sei der Monat mit 36 000 Gästen einer der erfolgreichsten Oktober der vergangenen fünf Jahre gewesen.

 
 

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