Schmallenberger zahlt Geldstrafe nicht und muss in Haft

Gegen seine Festnahme wehrt sich der 25-Jährige heftig, auch seine 21-jährige Freundin schlägt auf die Beamten ein.
Gegen seine Festnahme wehrt sich der 25-Jährige heftig, auch seine 21-jährige Freundin schlägt auf die Beamten ein.
Foto: dpa/Uli Deck
Nach der heftigen Auseinandersetzung bei der Festnahme eines Schmallenbergers (25) wird klar: Er hätte die Situation einfach vermeiden können.

Schmallenberg..  Bei einer Festnahme an der Bahnhofstraße am Montag gegen 11.50 Uhr haben ein 25-jähriger Mann und weitere Beteiligte erheblichen Widerstand geleistet – nun wird deshalb gegen ihn und andere Personen aus dem Haus ermittelt. Gegen den Mann gab es einen Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Arnsberg, den zwei Beamte vollstrecken wollten. Nach Informationen unserer Zeitung bestand der Haftbefehl, weil der Schmallenberger eine Geldstrafe nicht gezahlt hatte. Er hätte die Festnahme also schon lange vorher verhindern können.

Geldstrafe wegen Diebstahls

Der Mann war wegen Diebstahls zu einer Geldstrafe von 40 Tagessätzen à 15 Euro verurteilt worden. Weil er die insgesamt 600 Euro auch nach mehrmaliger Aufforderung nicht gezahlt hatte, muss er die 40 Tage nun in Haft absitzen.

Der 25-Jährige wehrte sich am Montag körperlich gegen die Festnahme, auch seine 21-jährige Lebensgefährtin schlug auf die Beamten ein. Die riefen daraufhin Kollegen zur Verstärkung. Eine andere Bewohnerin des Hauses hatte derweil die Haustür verriegelt, um die angeforderten Unterstützungskräfte nicht herein und die anderen Beamten mit dem Festgenommenen nicht herauszulassen. Die hinzugerufenen Polizisten gelangten trotzdem in das Haus und konnten den Mann zur Polizeiwache bringen.

Polizei ermittelt auch wegen Freiheitsberaubung

Einer der Polizeibeamten wurde bei dem Einsatz leicht verletzt. Die Polizei ermittelt nun unter anderem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, versuchter Gefangenenbefreiung und Freiheitsberaubung.

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