Schmallenberger Sängerin Renate Leismann gestorben

Ein Bild aus dem Jahr 2010 - Renate und Werner Leismann
Ein Bild aus dem Jahr 2010 - Renate und Werner Leismann
Foto: WP
Künstlerin gehörte mit ihrem Bruder Werner als „Geschwister Leismann“ bis in die 80er-Jahre zur festen Größe in der Volks- und Popmusik. Ihr größter Hit: „Ein Schlafsack und ein Gitarre“.

Holthausen..  Über Jahrzehnte waren die Geschwister Leismann eine feste Größe in der Volks- und Popmusik. Dabei blieben sie stets in ihrer Schmallenberger Heimat verwurzelt. Am vergangenen Mittwoch ist nun Renate Leismann, 73-jährig, in Holthausen, gestorben, neun Monate nach ihrem Bruder Werner. Das bestätigte jetzt der Ehemann und Produzent der Künstlerin Gerd Skolmar. Das Duo hatte seine größten Erfolge bis in die 80er-Jahre.

Einladung von Peter Frankenfeld

Die Geschwister Leismann wurden Ende der 50er-Jahre einem breiteren Publikum bekannt, als sie von Peter Frankenfeld in seine Fernseh-Talentshow „Toi, toi, toi“ eingeladen wurden.

Ihre bekanntesten Hits waren „Gaucho Mexicano“ (1960) und vor allem „Ein Schlafsack und eine Gitarre“. Mit diesem Stück feierte das Geschwisterpaar nach einem Wechsel zum Produzenten Jack White 1973 seinen größten Erfolg.

1,7 Millionen Tonträger wurden verkauft. Das Lied wurde von zahlreichen anderen Künstlern aufgenommen und zählt zu den Evergreens des deutschen Schlagers. Das Paar gewann Goldene und Platin-Platten, wurde 2010 für 50 Jahre Bühnenpräsenz ausgezeichnet.

„Bis zu Werners Tod gab es immer wieder Fernsehauftritte“, sagt Gerd Skolmar. „Insgesamt waren es knapp 500.“ Zuletzt war im Schmallenberger Sauerland noch eine 50-minütige Dokumentation gedreht worden. Unter dem Titel „Die Zeit heilt alle Wunden“ zeigte diese das Duo privat. Skolmar: „Sie hatten kurz zuvor auch noch eine neue Produktion eingespielt, die in vier Wochen 8000 Mal verkauft wurde.“ Die Fans hatten das Paar also nicht vergessen: „Täglich kamen zehn Autogrammanfragen.“

Seit Werners Leismanns Tod musste Gerd Skolmar mit ansehen, wie es seiner Frau immer schlechter ging. „Sie hat sehr unter dem Tod ihres Bruders gelitten. Die beiden haben mehr als 50 Jahre zusammen auf der Bühne gestanden.“ Die Beerdigung von Renate Leismann ist am kommenden Samstag, 13. Februar, in Schmallenberg.

 
 

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