Rote Hände erinnern an das Schicksal von Kindersoldaten

Bestwig..  Mehrere hundert blutrote Handabdrücke sammelte Üwen Ergün an zwei Tagen von seinen Mitschülern am Berufskolleg Bergkloster Bestwig: Denn am sogenannten Red-Hand-Day engagieren sich Menschen weltweit gegen den Einsatz von Kindersoldaten.

„Die Stofftücher mit den Abdrücken wollen wir an den Bundestagsabgeordneten Dirk Wiese übergeben“, sagt Üwen Ergün. Der 17-jährige aus Ramsbeck arbeitet ehrenamtlich als Junior-Botschafter für die Unicef und leitet das Unicef-Juniorteam Sauerland.

Eindrucksvolles Signal

Nach Schätzungen des Kinderhilfswerkes werden weltweit rund 250 000 Kinder als Soldaten missbraucht. Beispielsweise im Kongo, in Sierra Leone und in Kolumbien. Also in Ländern, in denen UNO-Truppen und teilweise auch die Bundeswehr – wie im Kongo – im Einsatz sind.

„Daher haben unsere Politiker auch Einflussmöglichkeiten. Es ist wichtig, diese Problematik im Bewusstsein zu halten“, sagt Üwen Ergün.

Seine Mitschüler finden das richtig. Fast alle, die am Dienstag und Mittwoch zum Unterricht in der Schule waren, pinselten eine Hand mit roter Farbe ein und drückten sie auf die Stoffbahn. Ein eindrucksvolles Signal gegen bewaffnete Kinder im Krieg.

 
 

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