Rohbau pünktlich vor dem Winter fertig

Nachbarn, Politiker, Mitarbeiter der Verwaltung und weitere Interessierte beim Richtfest des Musikbildungszentrums.
Nachbarn, Politiker, Mitarbeiter der Verwaltung und weitere Interessierte beim Richtfest des Musikbildungszentrums.
Foto: WP

Bad Fredeburg..  Die ersten Bagger sind am 29. April dieses Jahres angerollt, gestern ist das Richtfest des zukünftigen Musikbildungszentrums Südwestfalen gefeiert worden. Der Neubau an der Akademie Bad Fredeburg ist pünktlich vor dem Winter und den Festtagen fertig gestellt.

Damit liegen die Arbeiten, die bisher reibungslos verlaufen sind, gut im Zeitplan. „Das anspruchsvolle Projekt hat Wettergott und alle am Bau Beteiligten so begeistert und zu Höchstleistungen angetrieben, dass Rohbau und Dach pünktlich vor dem Winter und den großen Festtagen fertig gestellt sind“, sagte Bürgermeister Bernhard Halbe gestern sichtlich zufrieden. Er bedankte sich bei allen am Bau Beteiligten für die gute Arbeit. Fast ausschließlich heimische Firmen sind bislang beauftragt worden: für den Abriss die Firma Behle aus Kirchhundem, für die Tiefbauarbeiten die Firma Feldhaus, für den Hochbau die Firma Burmann und Schütte.

Nach den Feiertagen soll der Innenausbau beginnen. Im Altbau soll der Umbau der Akademie im Sommer 2014 starten, erklärte der Bürgermeister das weitere Vorgehen. Die Einweihung des gesamten Komplexes ist für Ende 2014 geplant.

„17 Baugewerke mit einem Gesamtvolumen in Höhe von drei Millionen Euro haben wir bisher ausgeschrieben“, erklärte er weiter. „Damit liegen wir aktuell unter der Kostenschätzung.“

Gute Nachrichten also, nachdem das Projekt anfangs für Diskussionen – wegen gestiegener Kosten, Ärger mit dem Architekten, zeitlicher Verzögerung etc. – gesorgt hatte.

Auch Landrat Dr. Karl Schneider drückte in einer Ansprache gestern seine Begeisterung für das zukünftige Musikbildungszentrum aus: „Man erkennt schon die Konturen, das ist gewaltig. Ich bin stolz auf das gemeinsame Projekt von Stadt und Hochsauerlandkreis.“

Andreas Stoppacher von der Stoppacher Ingenieurgesellschaft aus Hilchenbach, die die Projektentwicklung nach dem Streit mit einem Arnsberger Architekturbüro übernommen hatte, bedankte sich auch noch einmal bei allen Beteiligten für die „zuverlässige, termingerechte und solide Arbeit“.

Akustische Finessen

Er nannte auch einige interessante Zahlen: Der Neubaubereich umfasst 1650 Quadratmeter Grundfläche, der Umbau im Bestand 3300 Quadratmeter. Im Neubau entstehen ein 265 Quadratmeter großer Konzertsaal, ein 115 Quadratmeter großer Kammermusiksaal und ein 120 Quadratmeter großer Chor-Saal. Es wurden bisher 170 Tonnen Bewehrungsstahl und 700 Kubikmeter Beton verbaut.

„Die Technik und vor allem der anspruchsvolle Innenausbau mit seinen akustischen Finessen werden von nun an die nächsten Baumaßnahmen sein“, erklärte Andreas Stoppacher. Alle Räume seien speziell für die akustischen Anforderungen der jeweiligen Nutzung ausgelegt. Das bedeute höchste Ansprüche an die Detailplanung und größte Sorgfalt bei der Auswahl der Materialien. Ein Beispiel: „In den großen Sälen darf sich keine Wand im gleichen Winkel gegenüber liegen.“

Ausbildungszentrum

Alle Redner betonten in ihren Ansprachen gestern während des Richtfests, dass das Musikbildungszentrum – als Ausbildungszentrum für Laienmusiker mit Qualität – einmalig in der Region und ein Gewinn nicht nur für Bad Fredeburg, sondern für ganz Südwestfalen sei.

 
 

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