Rektorin der Realschule verabschiedet

Eva-Maria Mikat von der Bezirksregierung Arnsberg überreicht Angelika Dommes (r.) die Entlassurkunde.
Eva-Maria Mikat von der Bezirksregierung Arnsberg überreicht Angelika Dommes (r.) die Entlassurkunde.
Foto: WP

Bad Fredeburg..  An ihrem letzten Schultag an der Erich-Kästner-Realschule in Bad Fredeburg ist Angelika Dommes von Schülern und Kollegen gestern mit einem roten Teppich empfangen worden. An diesem entlang und verteilt in der gesamten Schule standen die Schüler Spalier, um ihrer Rektorin einen gebührenden Abschied in den wohlverdienten Ruhestand zu bereiten.

Nach den Feierlichkeiten in der Realschule am Vormittag, ging es mittags mit einem offiziellen Festakt in der Schmallenberger Oberstadthütte weiter. Genau an diesem Ort hatte die gebürtige Oberkirchenerin vor 23,5 Jahren auch ihre Ernennung zur Schulleiterin der Erich-Kästner-Realschule gefeiert. Nach insgesamt 40 Jahren und drei Monaten Dienstzeit hat Eva-Maria Mikat, Realschul-Dezernentin der Bezirksregierung Arnsberg, Angelika Dommes gestern die Entlassurkunde (in den Ruhestand) überreicht. Eva-Maria Mikat überbrachte den Dank und die Anerkennung der Bezirksregierung und las – auch zum Vergnügen der Gäste – aus dienstlichen Beurteilungen über die Arbeit der Schulleiterin vor. „Es macht den Anschein, dass Sie häufiger auch für zwei Personen gearbeitet haben“, kommentierte Eva-Maria Mikat.

„Niemals geht man so ganz“

„Niemals geht man so ganz“ – unter diesem Motto stand die gestrige Abschiedsfeier. Konrektor Georg Kroll betonte in seiner Ansprache, dass Angelika Dommes ihre Zeit, Energie und ihr Können immer in den Dienst der Schule gestellt habe. Mit der Einführung des bilingualen Zweigs, des Lehrer-Raum-Prinzips und vielen weiteren Entwicklungen habe sie die Erich-Kästner-Realschule maßgeblich geprägt. Außerdem betonte Georg Kroll, dass Angelika Dommes die dienstälteste Realschulleiterin im HSK sei. Insgesamt hat sie 29,5 Jahre an der Schule gearbeitet – sechs davon als Konrektorin, 23,5 Jahre hat sie als Schulleiterin die Entwicklung geprägt. „Die gemeinsame Zeit in der Schulleitung war sehr lehrreich“, schloss Georg Kroll seine Rede. „Vielen Dank für so viel Vorbild.“

Mit aktuell mehr als 660 Schülern sei die Realschule laut Bürgermeister Bernhard Halbe stabil und gesund. „Politischen, gesellschaftlichen und technischen Herausforderungen haben Sie sich immer gestellt“, richtete der Bürgermeister seine Worte an Angelika Dommes. „Auch in stürmischen Zeiten haben Sie die Erich-Kästner-Realschule immer auf gutem Kurs gehalten.“ Halbe betonte außerdem, wie wichtige gute Schulen und engagierte Pädagogen für eine Stadt seien.

Rund 4000 Schüler müsse Angelika Dommes in ihrer Zeit als Lehrerin und Schulleiterin erlebt haben, das hatte der Bürgermeister mal nachgerechnet. „Die Entwicklung all dieser Schüler haben Sie mitgeprägt“, ergänzte er.

Worte des Dankes

Auch Pfarrer Peter Liedtke und Pfarrer Georg Schröder bedankten sich für die gute Zusammenarbeit und sprachen anschließend noch einen Segen.

Im Namen aller Schulleitungen sprach Burkhard Hoischen, Schulleiter der Grundschule Bödefeld, ein paar Worte des Dankes. Stellvertretend für die Schulleiter im HSK war Herbert Schmidt, Schulleiter der Realschule Eslohe, gekommen. Weitere Ansprachen zur Verabschiedung hielten u.a. Eltern aus der Schulpflegschaft, Lena Vollmers aus der Schülervertretung sowie Kollegen. „Die selbst bestickten Säckchen für das gesamte Kollegium zu Nikolaus werden wir sehr vermissen“, sagte Oliver Gesierich mit einem Lachen.

Von den ehemaligen Kollegen wurde Angelika Dommes nach einer kurzen Prüfung außerdem direkt in den „Stammtisch der Pensionäre“ aufgenommen.

„Ich bin einfach überwältigt“, sagte Angelika Dommes mit Tränen der Rührung in den Augen. „Ich bin sehr stolz auf unsere Schule und auf unsere Schüler.“

Musikalisch umrahmten der Schülerchor sowie Lehrerkollegen die Abschiedsfeier.

 
 

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