Radfahren soll gefördert werden

Da muss schon gegenseitig Rücksicht genommen werden: Radfahren in Meschede, hier an der Zeughausstraße.
Da muss schon gegenseitig Rücksicht genommen werden: Radfahren in Meschede, hier an der Zeughausstraße.
Foto: WP
Die Stadt Meschede will den Ausbau des Radwegenetzes vorantreiben. Geprüft wird, welche Straßen sich künftig für ausgewiesene Fahrradstreifen eignen.

Meschede.  Meschede und seine Dörfer sind auf vielen Strecken nur für hartgesottene Radfahrer geeignet. Das soll sich ändern, denn die Stadt hat sich nicht nur in ihrem Strategiepapier „Vision 2022“ die Förderung des Radfahrens auf die Fahnen geschrieben. Dass sie den Ausbau des internen Radwegenetzes vorantreiben will, hat die Verwaltung im jüngsten Stadtentwicklungsausschuss deutlich gemacht.

Jahnstraße stand auf der Liste

Schon im Jahr 2010 habe es eine Untersuchung gegeben, ob und wo man Radverkehrsanlagen - also farblich markierte Radfahrstreifen - auf innerstädtischen Straßen anlegen sollte. Unter anderem sei da auch die Jahnstraße genannt worden, erläuterte Klaus Wahle, Leiter des Fachbereich Planung und Bauordnung, im Stadtentwicklungsausschuss: „Diese Untersuchungen wurden aber aufgrund anderer Prioritäten nicht weiter vertieft.“ Jetzt wolle man es erneut angehen.

Man werde sich die Straßenbreiten und die Gegebenheiten (beispielsweise vorhandene Parkplätze) ansehen und dann entscheiden, welche Straßen sich für ausgewiesene Fahrradstreifen eignen. „Anschließend müssen wir über das Geld reden.“

Marcel Spork (CDU) regte an, nicht nur die Straßenbreiten, sondern vor allem auch die Verkehrsströme in den Blick zu nehmen. Also die Frage: Woher fahren überhaupt Radfahrer in Meschede? „Das muss man einbeziehen, um ein Konzept zu bekommen.“

Allein der Landesbetrieb Straßenbau hat in den vergangenen Jahren noch Radwege gebaut, über die Orte verbunden wurden. Beispielsweise nannte Wahle die ehemalige Bahntrasse zwischen Wenholthausen und Wennemen.

In der jährlich vom Regionalrat beschlossenen Prioritätenliste für den Radwegebau befänden sich die weiteren geplanten Ausbauten an der L 740 Remblinghausen an Position 9 (Vorjahr 11) und der Radweg an der L 840 (Berge-Visbeck) an Position 25 (Vorjahr Position 28). Wahle: „Mit einer Umsetzung ist daher erst mittelfristig zu rechnen.“

Darüber hinaus nannte Wahle weitere Bürgerradwege, die geplant seien:

Bürgerradweg zwischen Grevenstein und Berge. Hier laufen bereits die Grundstücksverhandlungen.

Bürgerradweg zwischen Olpe und Frenkhausen. Hier werden die erforderlichen Grunderwerbsverhandlungen vorbereitet. Der Bau des Radweges soll im Rahmen der Deckenerneuerung der L 686 erfolgen.

Der Bürgerradweg zwischen Berge und Visbeck. Dazu liegt ein entsprechender Antrag des Ortsvorstehers der Stadtverwaltung vor.

 
 

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