Nur noch zwei Flächen übrig

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Schmallenberg..  Die Fläche Saalhauser Berge als Potenzialfläche für Windenergienutzung soll ruhen, das empfiehlt der Technische Ausschuss einstimmig der Stadtvertretung. Diese wird in ihrer Sitzung am Dienstag, 28. Mai, eine abschließende Entscheidung treffen.

Damit sind von anfänglich sechs Flächen, die in der engeren Betrachtung waren, nur noch zwei übrig. Die Flächen Bracht/Knüppelhagen (Bereich Rimberg) und Habichtsscheid (an der Stadtgrenze zu Winterberg) liegen beide in unmittelbarer Nähe zu Bödefeld, aber auch zu Ortschaften wie Oberrarbach und Dornheim.

Bereits Mitte März hatte die Stadt gesagt, dass es Probleme mit der Fläche Saalhauser Berge geben könnte. Auslöser dafür war das Windenergiekonzept Südwestfalen der Bezirksregierung Arnsberg. Sie veranschlagt in ihren Untersuchungen pauschal einen Abstand von 1200 Metern zu Kurgebieten. Und weil das bis an die Stadtgrenze reichende Erholungsgebiet in Saalhausen als Kurgebiet festgesetzt ist, würde demnach von der Fläche Saalhauser Berge nichts mehr übrig bleiben.

Mit dem obersten Ziel der Konzentration hatte es sich Schmallenberg zur Vorgabe gemacht, dass Flächen größer als 80 Hektar sein müssen. Mindestens fünf Anlagen würden auf einer solchen Fläche Platz finden. Die Fläche Saalhauser Berge mit 184 Hektar hat rund 40 Prozent der zuletzt untersuchten Flächen ausgemacht.

Bürgerinitiativen

Die Bürgerinitiative „Gegenwind Saalhauser Berge“, die im März eine Unterschriftenliste an den Bürgermeister überreicht hatte, war damals skeptisch, ob die Fläche tatsächlich in den Ruhezustand versetzt wird. Mitte April hatte nämlich noch mal ein Scoping-Termin mit allen zuständigen Fachbehörden für alle drei Flächen im Stadtgebiet – eben auch für die Fläche Saalhauser Berge – stattgefunden. Dieser jedoch hat die Stadt darin bestätigt, dass es keinen Sinn macht, die Fläche bei Werntrop, Bracht etc. unter den aktuellen Vorgaben weiter zu untersuchen.

Auf der Grundlage der Scoping-Termine sollen jetzt Unterlagen für die sogenannte „frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung“ erstellt werden. Aushänge und Bürgerversammlungen sind geplant. Diese werden sich nun mit den beiden übrig gebliebenen Flächen Bracht/Knüppelhagen und Habichtsscheid um Bödefeld konzentrieren. Eine Bürgerinitiative hat sich mittlerweile aber auch in Bödefeld gebildet. Als „Kritische Bürger Bödefeld Freiheit und Land“ lädt die Initiative zu einer Bürgerversammlung für Donnerstag, 23. Mai, um 19.30 Uhr in die Schützenhalle ein.

 
 

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