Neue Schullandschaft ab 2013

Jürgen Kortmann
Modern soll Meschede als Schullandschaft bleiben - hier der Blick auf das Städtische Gymnasium.
Modern soll Meschede als Schullandschaft bleiben - hier der Blick auf das Städtische Gymnasium.
Foto: www.blossey.eu
Zum Schuljahr 2013/14 solllen am August-Macke-Schulzentrum in Meschede und in Freienohl Sekundarschulen entstehen. Die Schließung der Franz-Stahlmecke-Hauptschule in Meschede soll erst 2013 erfolgen.

Meschede. Zum Schuljahr 2013/14 solllen am August-Macke-Schulzentrum in Meschede und in Freienohl Sekundarschulen entstehen. Die Schließung der Franz-Stahlmecke-Hauptschule in Meschede soll erst 2013 erfolgen.

Diese Eckpunkte sieht das Bildungspapier der Stadtverwaltung vor, das am kommenden Montag, 5. Dezember, dem Ausschuss für Bildung vorgestelt wird (Beginn 16 Uhr im Rathaus, alle Interessierten sind dazu eingeladen).

Vorstellung am Montag

Die Stadtverwaltung greift damit die Änderungen im NRW-Schulgesetz auf. So soll auch in Meschede ein hochwertiges und flächendeckendes Schulangebot auf Dauer gesichert werden. Deshalb sollen Städtische Realschule und St.-Walburga-Hauptschule ab Schuljahr 2013/14 zu einer Sekundarschule zusammengefasst werden: Gerade das August-Macke-Schulzentrum biete wegen der räumlichen Nähe dafür „optimale Voraussetzungen“, sagt Fachbereichsleiterin Gisela Bartsch.

In Freienohl soll (an der jetzigen Hauptschule) eine zweite Sekundarschule entstehen: Entweder eigenständig, oder als Teilstandort der Mescheder Sekundarschule. „Entscheidend dafür wird die Zahl der Schülerinnen und Schüler sein“, betont Bartsch: Eine Sekundarschule muss mindestens dreizügig sein, es muss 75 Schüler pro Jahrgang geben. Ob diese Zahl in Freienohl erreicht wird, ist offen, da bei den Berechnungen nur Kinder aus dem Mescheder Stadtgebiet gezählt werden dürfen – die jetzige Hauptschule wird aber auch von 35 Kindern aus Oeventrop besucht.

Unterm Strich aber würde eine Sekundarschule eine Verbesserung für den Schulstandort Freienohl bedeuten: „Der Unterricht erfolgt nach gymnasialen Standards. Das vorhandene pädagogische Angebot würde in Freienohl deutlich erweitert.“

Modern und ortsnah

Von den Umstrukturierungen nicht betroffen ist die St.-Nikolaus-Grundschule in Freienohl. Durch die Neuorganisation soll die Schließung der Franz-Stahlmecke-Hauptschule in Meschede erst 2013 erfolgen, wenn auch die Sekundarschulen eröffnen: „Wir wollen keine Zwischenlösung für die Schüler der Stahlmecke-Schule schaffen, sondern ihnen gleich die Möglichkeit bieten, 2013 in die Sekundarschule zu gehen.“ Bislang gilt der Ratsbeschluss, die Schule mit Ende des laufenden Schuljahres zu schließen.

Ziel sei es, ein modernes und ortsnahes pädagogisches Angebot weiterzuentwickeln, bekräftigt Bürgermeister Uli Hess. Das neue Konzept soll mit Schulen und Elternschaft eingehend diskutiert werden, stellt er klar. Anfang 2012 könnte es demnach zunächst eine Elterninformation an den Grundschulen geben, bevor anschließend die Eltern befragt werden. Die Entscheidung liegt aber beim Stadtrat. Hess: „Derzeit ist das Verfahren noch völlig offen. Unser Konzept ist nur ein Startschuss für die Diskussion mit allen Beteiligten.“