Neue Kläranlage kurz vor Fertigstellung

Gudrun Schulte
Nach fast eineinhalbjähriger Bauzeit ist die neue Kläranlage am Fischacker nun fast fertig. Ende Oktober soll die Anlage voraussichtlich in Betrieb genommen werden.

Eslohe.  „Mit dem Neubau der Kläranlage und des Regenüberlaufbeckens Eslohe wird ein wirksamer Beitrag zum Gewässerschutz und eine Stärkung der Entwicklungsmöglichkeiten der Gemeinde Eslohe erreicht.“ Damit sei eine langfristige Entsorgungssicherheit für neue Baugebiete, Industrie und Gewerbe gewährleistet, erklärt Heinz Maus, Leiter des Ruhrverband-Regionalbereichs Nord aus Arnsberg.

„Die Kläranlage Eslohe hat aufgrund ihrer Lage am relativ kleinen Salweybach eine besondere wasserwirtschaftliche Bedeutung“, so Maus weiter. Ein hoher Fremdwasseranfall, der kurz- bis mittelfristig durch die Gemeinde Eslohe nicht zu vernünftigen Kosten reduziert werden könne sowie eine nicht vorhandene Möglichkeit zur Stickstoffelimination hätten eine Erneuerung erforderlich gemacht. Zudem, so Maus, habe eine Variantenuntersuchung ergeben, dass ein Neubau auf dem vorhandenen Gelände der Kläranlage Eslohe deutlich wirtschaftlicher sei als das anfallende Abwasser zur Kläranlage Bremke zu pumpen.

75 Liter pro Sekunde

Die Kläranlage ist für die Reinigung der Abwässer von 5900 Einwohnern bemessen und nach modernsten Gesichtspunkten konzipiert. Die mittlere, der Kläranlage zufließende Tageswassermenge, beträgt 2000 Kubikmeter. Bei Trockenwetter wird in der Tagesspitze eine Abwassermenge bis zu 45 Liter pro Sekunde behandelt, die bei Regenwetter auf bis zu 75 Liter pro Sekunde steigen kann.

Biologische Reinigung

Das vorhandene Regenrücklaufbecken wurde durch ein neues Becken mit einem Behandlungsvolumen von 400 Kubikmetern ersetzt. Zur Wasserhebung wurde ein neues Zulaufpumpwerk und für die mechanische Behandlungsstufe neue Rechen und Sandfang errichtet.

Die biologische Reinigung soll in zwei neuen Kombibecken mit einem Belebungsbeckenvolumen von 1990 Kubikmetern und integriertem Nachklärbecken erfolgen. „Eine wirtschaftliche besonders effiziente Baulösung“, so Maus. Der vorhandene Faulbehälter wurde zum Schlammstapelbehälter umgebaut und das bestehende Sozial- und Betriebsgebäude saniert.

Voll im Zeit- und Kostenplan

Die alte Anlage wird während des Umbaus weiter parallel genutzt. Viele alte Anlageteile finden in der neuen Anlage Wiederverwendung z.B. zum Schlamm-Zwischenstapeln. „Wir haben hier gute Wasserqualität. Zudem sind wir voll im Zeitplan und vor allem im Kostenplan, was man im Übrigen von allen Projekten des Ruhrverbandes sagen kann“, zeigt sich Maus zufrieden.