Mescheder Wirtschaft hat einen neuen Vorsitzenden

Der IMW -Vorstand mit den scheidenden Mitgliedern  (v.l.)  Jürgen Dörner, Thorsten Hegener, Volker Arens, Dirk Lahrmann, Meinolf Ewers, Peter Schulte, Heinz-Dieter Tschuschke, Karl Douteil, Frank Hohmann, Christof Richter.
Der IMW -Vorstand mit den scheidenden Mitgliedern (v.l.) Jürgen Dörner, Thorsten Hegener, Volker Arens, Dirk Lahrmann, Meinolf Ewers, Peter Schulte, Heinz-Dieter Tschuschke, Karl Douteil, Frank Hohmann, Christof Richter.
Foto: WP
Unternehmer Meinolf Ewers setzt vor allem auf die Menschen im Sauerland. Er lobt ihr Verantwortungsbewusstsein und ihr Engagement.

Meschede..  Meinolf Ewers gehört zu den Gründungsmitgliedern der Interessengemeinschaft Mescheder Wirtschaft IMW. Nun hat die Gemeinschaft, die eine der vier Säulen des Stadtmarketings ist und insgesamt rund 80 Mitgliedsbetriebe hat, ihn zum neuen Vorsitzenden gewählt. Unsere Zeitung sprach mit dem 52-jährigen Geschäftsführer der EWERS Karosserie- und Fahrzeugbau GmbH & Co. KG.

Sie sind Unternehmer und dreifacher Vater, für Ihre Ausbildung haben Sie Meschede über mehrere Jahre verlassen - was schätzen Sie am Standort Meschede?

Meinolf Ewers: Man muss leider erstmal sehen, dass der Standort auch Nachteile hat. Will man eine neue Halle bauen, muss man erstmal einen Berg abtragen, die Anbindung an die Autobahn ist nur nach Westen gut. Was aber für den Standort spricht, das sind die Menschen. Sie erfüllen ihre Aufgaben mit viel Verantwortungsbewusstsein und Engagement. Und damit kann man auch als Arbeitgeber viel erreichen. Allerdings muss man dafür auch bereit sein fair und offen mit den Arbeitnehmern umzugehen. Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.

Wie kann IMW Menschen davon überzeugen, hierher zu kommen?

Wir haben hier viele, sehr attraktive Unternehmen, die Fachkräfte benötigen. Dafür dass auch das Umfeld stimmt, setzt sich das Stadtmarketing ein, und da gehören wir mit zu den tragenden Financiers.

Welche Probleme haben Unternehmen, bei denen IMW helfen kann?

In den vergangenen 15 Jahren hat IMW schon viel zum Vorteil der Unternehmen bewirkt. Zum Beispiel ist der Umgang mit der Stadt viel besser geworden. Heute hört man dort nicht mehr nur, was nicht möglich ist, sondern man denkt darüber nach, wie es gehen könnte.

Der Vorstand von IMW wurde von sieben auf neun Mitglieder erweitert. Wo sehen Sie die Vorteile?

Wir haben mit den neuen Vorstandsmitgliedern Theleico und Stabau einen größeren Schwerpunkt im produzierenden Gewerbe. Außerdem ist im Vorstand nun mit Lahrmann auch die Baubranche im Boot. Ich bin sicher mit diesem Vorstand und den potenten Unternehmen, die dahinterstehen, können wir unsere Ziele erreichen.

Wo wollen Sie die Schwerpunkte von IMW in Zukunft setzen?

Erstmal geht es darum, die erfolgreiche Arbeit fortzuführen. Ich nenne da die Berufs-Infobörse, die Unternehmenswoche und den Jahresempfang. Außerdem möchten wir das Netzwerk der Wirtschaft über die Stadtgrenzen hinaus ausbauen. Besonders wichtig aber ist mir, dass das erfolgreiche Projekt ProBE, das leider beendet wurde, im neuen Projekt - „kein Abschluss ohne Anschluss“ seine Fortsetzung findet. Rund 200 Achtklässler sollen dafür drei eintägige Praktika in den Firmen absolvieren! In einem Arbeitskreis mit den Mescheder Schulen wollen wir das strukturieren und kanalisieren und somit die Betriebe und die Eltern entlasten.

Was schätzen Sie persönlich am Austausch in der IMW?

In der IMW trifft man auf Firmenchefs in vergleichbarer Größe und Situation, und der kollegiale Gedankenaustausch und das Entstehen neuer Geschäftsverbindungen hilft jedem weiter.

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