Meschede - sachliche Diskussion zur Sekundarschule

Die Sekundarschule soll in Meschede die Schulform der Zukunft werden, wenn mindestens 75 Kinder Anfang Februar angemeldet  werden.
Die Sekundarschule soll in Meschede die Schulform der Zukunft werden, wenn mindestens 75 Kinder Anfang Februar angemeldet werden.
Foto: WAZ FotoPool
Die Stadt Meschede reagiert auf Vorwürfe des Schulpflegschaftsvorsitzenden der Städtischen Realschule gegen die Einrichtung der Sekundarschule.

Meschede..  Eine Schule soll jungen Menschen bestmögliche Voraussetzungen für ihren persönlichen und beruflichen Lebensweg „mitgeben“ - die Stadt Meschede begrüßt es deshalb ausdrücklich, wenn sich Eltern in die Diskussion um die Zukunft der Schulen vor Ort einbringen. „Wichtig ist aber eine Diskussion, die sich an Fakten orientiert - und an den Bedingungen, die vor Ort in Meschede herrschen“, heißt es in einer Presseerklärung der Stadt zu unserem gestrigen Bericht über die Entscheidungen der Schulpflegschaften. Diese hatten sich gegen die Auflösung ihrer Schulen und damit auch gegen die Einrichtung der Sekundarschule ausgesprochen.

Die Stadt kritisiert: Der Vergleich, den der Schulpflegschaftsvorsitzende der Städtischen Realschule mit der Stadt Arnsberg zieht, sei sachlich so nicht korrekt. Dort gehe es um zwei Sekundarschulen, eine deutlich höhere Schülerzahl sowie eine vollkommen andere Gebäudesituation, unterstreicht Gisela Bartsch, Leiterin des Fachbereichs Generationen, Bildung, Freizeit: „So wird es zum berühmten Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen.“ Die für Arnsberg ermittelten Kosten von 8,8 Millionen Euro werden in Meschede nur einen Bruchteil betragen - Gisela Bartsch: „Hier haben wir ein hervorragend ausgestattetes und modernes August-Macke-Schulzentrum, in dem eine Sekundarschule zunächst von Schuljahr zu Schuljahr weiter wachsen wird.“

Nach pädagogischen Anforderungen

Gemeinsam mit Eltern und Pädagogen würden die Räumlichkeiten - ähnlich wie schon zuvor an der Grundschule unter dem Regenbogen - nach den pädagogischen Anforderungen entwickelt. Alle Interessierten hätten übrigens die Möglichkeiten, die vorgesehenen Räume am Samstag, 8. Februar, von 10 bis 12 Uhr zu besichtigen.

Ebenso sei die Aussage nicht zutreffend, dass es im Bereich von Haupt- und Realschule keinen dringenden Handlungsbedarf gebe. Die Schülerzahlen seien eindeutig rückläufig - „und die Kreis- und Hochschulstadt Meschede als Schulträgerin ist verpflichtet, eine vorausschauende Schulentwicklungsplanung zu betreiben“, betont Bürgermeister Uli Hess. Man dürfe als Schulträger nicht „nur“ reagieren - Uli Hess: „Das sind wir dem Schulstandort und vor allem den Kindern schuldig, die hier zur Schule gehen oder gehen werden.“ Die Schulform der Sekundarschule gebe die richtigen Antworten auf diese Herausforderung - und das sogar langfristig, so Uli Hess: „Optimale Förderung nach den persönlichen Interessen und Talenten, längeres gemeinsames Lernen und moderner Unterricht mit einem höheren Lehrer-Anteil bieten echte Chancen für junge Menschen.“

Sehr bewusst habe der Gesetzgeber die Entscheidung über das Zustandekommen der Sekundarschule in die Hände der Eltern gelegt - „allerdings der Eltern, deren Kinder heute die vierte Klasse besuchen.“

Falscher Vorwurf: Tag der offenen Tür

Vollkommen falsch sei zudem der Vorwurf, dass der Tag der offenen Tür an der Städtischen Realschule erst nach der Anmeldefrist für eine Sekundarschule stattfinden dürfe, schreibt die Stadt: „Der Tag der offenen Tür findet am 25. Januar statt, die Anmeldefrist für die Sekundarschule beginnt am Samstag, 8. Februar.“ Uli Hess: „Wir wünschen uns ausdrücklich einen sachlichen Dialog mit den Eltern über die Zukunft der Schulen in Meschede. Es geht darum, langfristig richtige Entscheidungen zu treffen. Und dafür ist es auch wichtig, dass man sich an sachlich richtigen Fakten orientiert.“

 
 

EURE FAVORITEN