Küppelturm in Freienohl wird neu gebaut

Der Küppelturm Freienohl bei Vollmond - ein zauberhafter Anblick.
Der Küppelturm Freienohl bei Vollmond - ein zauberhafter Anblick.
Foto: Privat / WP Meschede
  • Erster Entwurf für Neubau des Küppelturms in Freienohl liegt vor
  • Neuer Turm soll aus Stahl und Holz sein - und damit wetterbeständig
  • Nahtloser Übergang: Abriss des alten Turms erst, wenn der neue kommt

Freienohl..  Er soll dem bisherigen Turm ähneln – aber endlich einmal länger halten: Freienohl wird einen neuen Küppelturm erhalten. Derzeit wird in der Mescheder Stadtverwaltung an den Kosten gerechnet. Bei den kommenden Haushaltsberatungen im Herbst wird darüber diskutiert.

Seit Herbst 2015 ist der Turm gesperrt, das Betreten ist verboten: Bei den turnusmäßigen Kontrollen zur Standsicherheit war aufgefallen, dass tragende Holzelemente verfault sind. Der Grundsatzbeschluss steht, der Bezirksausschuss Freienohl hat sich schon für einen Abbau des jetzigen Turms und einen Neubau ausgesprochen. Im nächsten Haushalt für die Jahre 2017 und 2018 sollen Gelder eingeplant werden. Derzeit liegen dafür nur Schätzungen vor: Bürgermeister Christoph Weber geht von mindestens 350 000 Euro aus, „darunter wird es kaum gehen“.

Materialmix aus Metall und Holz

Weber, selbst Freienohler, befürwortet einen Neubau – auch wenn die Stadt andere Baustellen habe: „Man kann das eine nicht gegen das andere aufrechnen.“ Für den Ort sei der Turm unverzichtbar: „Der Küppelturm ist unser Wahrzeichen.“ Dazu komme seine Funktion als Aussichtsturm. Viele Besucher würden den Küppelturm dafür hochsteigen. Bei den Kosten geht Weber davon aus, dass ein Teil aus dem städtischen Haushalt kommt, ein Eigenanteil aus Freienohl, außerdem wird noch geprüft, ob es für das Projekt auch Förderzuschüsse geben könnte.

Neu gebaut werden soll der Küppelturm möglichst nahe am Original: „Es wird hier keinen zweiten Lörmecketurm geben“, versichert Weber. Besondere Bedeutung kommt der Wetterbeständigkeit zu: „Wir können nicht alle 25 bis 30 Jahre den Turm erneuern.“ Bisher gab es immer Mängel am Holz. Der neue Küppelturm soll dauerhafter sein – er wird deshalb zwar auch an den einzelnen Etagen und Geländern Holz aus Douglasie und Lärche aufweisen, seine tragenden Teile werden künftig aber aus feuerverzinktem Stahl sein. Es gibt einen ersten denkbaren Entwurf, wie solch ein neuer Turm mit seinem Materialmix aussehen könnte: Jedes Stockwerk wird demnach ein eigenes Modul bilden, das in den verschiedenen Betrieben vorgefertigt und dann bearbeitet werden kann. Vor Ort würde der neue Küppelturm dann zu einem Objekt zusammengebaut. Diese Bauweise spart Kosten. Mit dem „Feintuning“, wie es der Bürgermeister nennt, wird sich der Bezirksausschuss noch beschäftigen: So verfügt der Entwurf noch über ein Dach – anders als das Original jetzt. Weber ist kein Freund vom Dach: „Das beeinträchtigt den Wiedererkennungswert.“ Die Höhe soll wieder identisch sein. Im Zuge des Neubaus soll dann auch das Umfeld neu gestaltet werden, aktuell ist alles stark zugewachsen.

Obwohl es immer wieder verbotenerweise Leute gibt, die trotz der Sperrung und der fehlenden Treppe zum ersten Podest auf den Turm klettern, befürwortet der Bürgermeister, ihn erst dann abzubauen, wenn das Nachfolgemodell auch zeitnah aufgestellt werden kann: „Der Turm sollte möglichst lange stehen bleiben.“ Diese Beständigkeit zeichne doch ein Wahrzeichen aus.

 
 

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