Konzept zur Geisterklinik im Frühjahr

Ein Blick aus der Luft auf die frühere Klinik: Vor allem die historische Kulisse hat es der Investorengesellschaft angetan. Sie soll bei einem Umbau unbedingt erhalten bleiben.
Ein Blick aus der Luft auf die frühere Klinik: Vor allem die historische Kulisse hat es der Investorengesellschaft angetan. Sie soll bei einem Umbau unbedingt erhalten bleiben.
Foto: www.blossey.eu
Im Frühjahr soll das Konzept für den Umbau der Veramed-Klinik vorgestellt werden. Bis dahin wollen die Verantwortlichen daran Schritt für Schritt arbeiten.

Beringhausen.  Schon der Name der Investorengesellschaft - die Sa­natel GbR - macht deutlich, was aus der momentanen Geisterklinik werden soll: eine medizinische Einrichtung mit Hotel-Charakter (wir berichteten).

Drei Dinge haben nach Angaben der Investoren den Ausschlag dafür gegeben, dass sie sich die Eigentumsrechte für die frühere Krebs-Klinik in Beringhausen gesichert haben. Zum einen der Standort: das wunderschöne Gebäude mit seiner Lage im ruhigen Wald, dazu der Blick vom Hügel ins Tal. Zum anderen: die Verkehrsanbindung von Meschede. Die künftige Zielgruppe soll bequem über die Autobahn unter anderem aus dem Ruhrgebiet anreisen können. Und drittens: Meschede als Stadt. Hier geraten die Beteiligten ins Schwärmen.

„Der Umbau der Innenstadt ist eine sehr gelungene Sache - das war für uns mitentscheidend“, erklärt einer der Bau-Ingenieure, der wie sein Team momentan noch nicht in die Öffentlichkeit treten will. „Da muss man Meschede und der Verwaltung ein Kompliment machen, die Stadt ist sehr schön geworden.“ Besonders die offene Henne kommt gut bei den Beteiligten an.

Ohnehin achten sie intensiv auf Gestaltung und Architektur: Die Veramed-Klinik, eine frühere Lungenheilstätte aus Anfang des 20. Jahrhunderts, soll in Form und Fassade erhalten bleiben: „Sie geht auf Heino Schmieden zurück, einen großen Architekten seiner Zeit!“ Wegweisend sei das Gebäude für die damalige Zeit gewesen. „Allein die Kraft-Wärme-Kopplung, die dort aufgebaut worden ist: Die Klinik konnte sich unabhängig mit Energie versorgen - und das vor 110 Jahren.“ Der Prototyp des Kraftwerks steht übrigens in den früheren Heilstätten in Beelitz bei Berlin.

Appell an die Behörden

„Wir freuen uns auf diese Aufgabe“, erklärte das Team. Zugleich richtete es einen Appell an die Genehmigungsbehörden: „Meschede muss mutig sein, um wieder Leben in dieses Gebäude zu bekommen.“ Hintergrund: Im Flächennutzungsplan ist festgeschrieben, dass dort ausschließlich eine Klinik betrieben werden darf. Im den Gesprächen im Rathaus in Meschede und bei der Bezirksregierung in Arnsberg wird es auch darum gehen, wieviel Hotel in dem neuen medizinischen Konzept stecken darf.