Jetzt sollen alle Akten raus aus der Veramed-Klinik

Der Eingangsbereich der Veramed-Klinik ist vollkommen verwüstet.
Der Eingangsbereich der Veramed-Klinik ist vollkommen verwüstet.
Foto: Privat / WP Meschede
Jetzt reicht's: Noch am heutigen Freitag sollen auf Initiative von Landrat Dr. Karl Schneider sämtliche Patientenakten und -daten aus der früheren Veramed-Klinik in Meschede entfernen und sichern. Die sensiblen Papieren liegen seit Jahren unbewacht und für jeden zugänglich in der Geisterklinik.

Meschede.. Den heimischen Behörden reicht es: Auf Initiative von Landrat Dr. Karl Schneider wollen der Hochsauerlandkreis und die Stadt Meschede sämtliche Patientenakten und -daten aus der früheren Veramed-Klinik entfernen und sichern. Die Aktion soll am heutigen Freitag stattfinden - noch vor dem Wochenende, weil die Sorge besteht, dass dann wieder Neugierige und Schaulustige durch das leer stehende Gebäude geistern könnten.

Auslöser der Initiative war ein Bericht in unserer Zeitung vom gestrigen Donnerstag: Unserer Redaktion waren Bilder aus der so genannten Geisterklinik zugespielt worden. Darauf waren erneut Patientenakten und -unterlagen zu sehen. Um den Großteil der Papiere hatte sich die Stadt Meschede bereits nach den letzten Berichten gekümmert: Damals waren die Akten weggeschafft und eingemauert worden.

Martin Reuther, Pressesprecher des Hochsauerlandkreises, sagte: „Wir gehen jetzt in Vorleistung und hoffen, dass das Land Nordrhein-Westfalen zügig zu einer endgültigen Lösung kommt.“ Seit der Insolvenz der Veramed-Klinik ist offiziell niemand mehr zuständig für die zurückgelassenen Patientenakten. Das NRW-Gesundheitsministerium hatte daraufhin angekündigt, einen Runden Tisch in Düsseldorf einzuberufen, um eine dauerhafte Lösung zu finden.

 
 

EURE FAVORITEN