Grüne fordern schlüssiges Konzept

Von Laura Mock
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Schmallenberg.  Ein Konzept für die Einrichtung einer Sekundarschule soll für Schmallenberg erarbeitet werden. Das haben die Grünen in einem Antrag zur jüngsten Ratssitzung gefordert. Die CDU unterstützte die Forderung zu handeln, schlägt aber einen anderen Weg vor.

Laut Verwaltung besteht noch kein Handlungsbedarf in Schmallenberg. Grund dafür sind die guten Schüleranmeldezahlen für die Hauptschule, das hatte Elisabeth Hansknecht vom Schulverwaltungsamt bereits im Ausschuss für Bildung, Sport, Soziales und Kultur vorgestellt. Laut Prognose gibt es bis 2017/2018 genügend Schüler für die Hauptschule.

Die Grünen sind jedoch der Meinung: „Gleichwohl kann nicht ausgeschlossen werden, dass bei absehbar sinkenden Schülerzahlen in den Grundschulen, im Zusammenhang mit unerwartet verändertem Anmeldeverhalten zu weiterführenden Schulen, der Bestand der Hauptschule gefährdet wird“, schreibt der Fraktionsvorsitzende Jürgen Meyer zur Begründung des Grünen-Antrags. Und weiter: „Um rechtzeitig reagieren zu können, müssen Schulen und Stadt auf diesen Fall vorbereitet sein.“

In der Ratssitzung betonte Christa Wolter (Grüne) außerdem: „Für die Einrichtung einer Sekundarschule ist der Elternwille maßgeblich.“ Ein schlüssiges Konzept im Vorfeld sei wichtig. „Alle Elternfragen müssen vor der Abstimmung geklärt sein, das zeigt doch das Beispiel Meschede“, ergänzte Christa Wolter. In Meschede hatten sich die Eltern in der Befragung gegen die Einführung der Sekundarschule entschieden. Jetzt hat sich dort eine Elterninitiative gegründet, die das Thema noch einmal aufgreifen und offene Fragen klären will.

Umgehend beginnen

Die Erstellung eines schlüssigen Konzepts sei nach Erfahrungen anderer Kommunen zeitintensiv. Vorsorglich sollte laut Grünen-Antrag in Schmallenberg umgehend damit begonnen werden.

Die CDU regte in ihrem Antrag unterdessen einen anderen Weg an: Zum Thema „Sekundarschule“ soll demnach eine Informationsveranstaltung einberufen werden. Bei dieser Veranstaltung soll von Seiten der Verwaltung neutral über die Rahmenbedingungen dieser Schulform informiert werden. Im Anschluss daran soll eine Vorabbefragung bei den Erziehungsberechtigten der Kinder des ersten bis vierten Schuljahres stattfinden. Das sei laut CDU-Fraktionsvorsitzendem Ludwig Poggel das Ergebnis der internen Arbeitsgruppe „Jugend und Bildung“.

„Die Begründung in dem Antrag von Bündnis 90/Die Grünen ist in großen Teilen nachvollziehbar und wurde bei der Diskussion in der letzten Sitzung unserer Fraktion miteinbezogen“, so Poggel. „Aufgrund der Erkenntnisse aus benachbarten Kommunen schlagen wir allerdings vor, den Elternwillen in den Vordergrund zu stellen und zur Basis der Beratungen zu machen.“ Erst danach solle ein konkretes Konzept erstellt werden. Aus der Vorabfrage könnte sich schließlich auch schon eine bestimmte Vorgehensweise abzeichnen.

Weitere Beratungen

Das Thema wurde in der Ratssitzung zur weiteren Beratung in die Fraktionen und den zuständigen Ausschuss verwiesen.