Gemeinde sucht weiter Wohnraum für Flüchtlinge

Das Feuerwehrhaus in Eslohe
Das Feuerwehrhaus in Eslohe
Foto: WP Meschede
Auch die Gemeinde Eslohe bereitet sich darauf vor, künftig möglicherweise mehr Flüchtlinge aufnehmen zu müssen.

Eslohe..  Akuter Handlungsbedarf besteht zwar nicht. Aber um rechtzeitig Wohnraum für deren Unterbringung zu schaffen, werden ab sofort Mietwohnungen oder Häuser gesucht.

„Es gibt keine Denkverbote. Wir müssen alle Optionen untersuchen“, sagte Bürgermeister Stephan Kersting im Gemeinderat. Deshalb gilt die Aufforderung: Alles anbieten – von der einzelnen Wohnung bis zur kompletten Immobilie, sowohl zur Vermietung als auch gegebenenfalls zum Kauf.

Die Gemeinde will dann jedes Angebot auf Eignung und Wirtschaftlichkeit hin überprüfen. Kurzfristig steht im Kurhaus eine Wohnung für Flüchtlinge zur Verfügung. Durch die Pläne der Gemeinde, in dem Gebäude altersgerechten Wohnraum zu schaffen, entfällt das Kurhaus langfristig allerdings als Bleibe. Deshalb muss nach anderen Möglichkeiten geschaut werden. Sprecher aller Fraktionen begrüßten den Plan, dabei die Öffentlichkeit einzubeziehen: „Wir haben ja nicht jedes Gebäude im Blick“, sagte Dr. Rochus Franzen (CDU), „der öffentliche Weg erlaubt mehr Flexibilität“, so Thorsten Beuchel (FDP), „private Wohnungen sind angenehmer, angemessener und preiswerter“, meinte Volker Frenzel (SPD).

Feuerwehrhaus wird überprüft

Mitte 2016 soll das neue Feuerwehrzentrum an Störmanns Wiese bezogen werden. Damit kann das aktuelle Esloher Feuerwehrhaus an der Bundesstraße entweder verkauft oder für eine andere Nutzung verwendet werden. Auch hier prüft die Gemeinde aktuell die Kosten für einen denkbaren Umbau zur Unterbringung von Flüchtlingen. Zusätzlich soll der Marktwert für den Fall einer Veräußerung ermittelt werden.

Interessenten, die Wohnraum zur Anmietung und/oder zum Kauf anbieten, werden gebeten, sich bei der Gemeindeverwaltung zu melden.

Ansprechpartner ist Ralf Wenzel, 02973 / 800 430, oder per E-Mail unter
post@eslohe.de.

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