„Gelegenheit macht Diebe“Polizei gibt Tipps, wie man den Diebstahl verhindert

Glassplitter einer bei einem Einbruch eingeschlagenen Scheibe liegen auf den Sitzen eines Autos.  Foto: Alexander Becher/dapd
Glassplitter einer bei einem Einbruch eingeschlagenen Scheibe liegen auf den Sitzen eines Autos. Foto: Alexander Becher/dapd
Foto: dapd
In den vergangenen sechs Monaten sind in Meschede 40 Autos aufgebrochen worden. Einen echten Schwerpunkt vermag die Polizei nicht auszumachen. Leicht erhöht sei die Zahl rund um den Bahnhof.

Meschede..  Das Auto ist aufgebrochen, das Fenster der Beifahrerseite brutal eingeschlagen, das I-Phone ist weg. Es lag - gut sichtbar - in der Ablage. Passiert am Samstagnachmittag auf dem Lehrerparkplatz der Benediktiner auf dem Klosterberg. Ausgerechnet hier - wundern sich die Umstehenden. Nichts Ungewöhnliches, heißt es lapidar. Auch Benzin sei dort schon in der Silvesternacht abgepumpt worden. Auch am Dünnefeld würden regelmäßig Autos aufgebrochen, ergänzen andere. Doch dass es echte Schwerpunkte für Autoaufbrüche in Meschede gibt, kann die Polizei auf Nachfrage nicht bestätigen.

Ludger Rath, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde, hat nachgeforscht, denn die so genannten Massendelikte werden nicht eigens in der Statistik ausgewiesen. Im vergangenen Halbjahr wurden in Meschede insgesamt 40 Pkw aufgebrochen. 24 Taten entfielen auf das Stadtgebiet.

Darunter ist ein Fall bei einem Autohändler im Schwarzen Bruch, der statistisch zwar als eine Tat gezählt wird, bei der aber in einer Nacht zwölf Autos aufgebrochen wurden.

Acht Fälle ereigneten sich in Freienohl. Die restlichen Aufbrüche wurden in den anderen Mescheder Ortsteilen registriert. Alle verteilen sich breit über alle Wohngebiete.

„Ein besonderer Schwerpunkt lässt sich nicht ausmachen“, sagt Ludger Rath. „Leider. Sonst wäre es ja auch für uns einfacher. Wir könnten einfach einen Streifenwagen dort postieren und schon hätten wir die Täter.“

Was Ludger Rath allerdings doch sagen kann: „Es gibt eine leicht erhöhte Anzahl von Aufbrüchen rund um den Bahnhof.“ Insgesamt haben Langfinger dort im vergangenen Halbjahr neun Mal zugegriffen. „Potenzielle Täter halten sich eher in der Innenstadt auf.“ Rath bittet jedoch um Vorsicht: Statistiken hochzurechnen sei tückisch, wenn es sich wie im vorliegenden Fall nur um kleine Zahlen handelt.

Grundsätzlich, so warnt Rath, gelte immer noch vor allem: „Gelegenheit macht Diebe.“ Dazu gehört ein abgelegener, menschenleerer Parkplatz genauso wie eine auf dem Beifahrersitz gut sichtbare Handtasche.

Nutzen Sie gut beleuchtete und belebte Plätze oder bewachte Parkplätze.

Ziehen Sie immer den Fahrzeugschlüssel ab.

Verschließen Sie das Fahrzeug auch bei kurzen Abwesenheiten.

Lassen Sie keine Wertsachen im Auto liegen, auch nicht im Handschuhfach.

Benutzen Sie spezielle Radmuttern zur Sicherung der Räder und der Felgen.

Verschließen Sie alle Fenster, Türen, den Kofferraum und das Schiebedach.

Nehmen Sie Dokumente und Schlüssel aus dem Fahrzeug.

Nehmen Sie Bedienteile des Radios aus dem Fahrzeug.

Lassen Sie nie Handys oder Navigationsgeräte im Fahrzeug.

Entfernen Sie die Halterung des Navigationsgeräts von Scheiben und Armaturen.

Notieren Sie sich die Individualnummern aller Wertgegenstände (z.B. vom Autoradio).

 
 

EURE FAVORITEN