Es ist geschafft: Das Hertie-Gebäude ist verkauft

Foto: Privat / WP Meschede

Meschede.  Es ist die Nachricht, auf die Meschede seit Langem gewartet hat: Das Hertie-Gebäude ist verkauft. Nach Informationen unserer Zeitung haben die Investoren Bövingloh den Komplex erworben. Sie wollen aus dem ehemaligen Kaufhaus den Meschede-Center machen. Eine Eröffnung ist innerhalb eines Jahres geplant - frühestens zum Ende 2013, spätestens Anfang 2014.

Wie unsere Zeitung erfuhr, sind die Verträge beim Notar in dieser Woche unterschrieben worden. Zum Vollzug fehlt lediglich noch eine formale Erklärung, die am heutigen Freitag erwartet wird. Offiziell wollten gestern weder die Investoren noch Bürgermeister Uli Hess eine Stellungnahme zu dem Thema abgeben.

Direkt nach der Vertragsunterzeichnung haben unterdessen die Vorbereitungen für den Umbau des Hertie-Hauses begonnen: Wie die Recherchen unserer Zeitung ergaben, hat die Immobilienfirma Bövingloh bereits erste Ausschreibungen veröffentlicht, beispielsweise für den Abbruch und den Rohbau. Denn: Es wird kräftigt investiert und es wird erheblich umgebaut.

Die Vorderfront wird nicht wiederzuerkennen sein: Sie wird erweitert und mit viel Glas versehen. Die Rückseite in Richtung Ruhr erhält ebenfalls ein neues Aussehen und einen zusätzlichen Eingang. Die Bauarbeiten können unmittelbar starten: Der Stadtrat hatte im Vorfeld alle Genehmigungen erteilt - bis hin zum Verkauf und der Zurückmietung der Stadthalle. Denn diese Bedingung hatte Investor Hubert Bövingloh gestellt. Er hatte verlangt, dass der Komplex in der Hand eines einzigen Eigentümers liegen müsse.

Für die Bauarbeiten war immer ein Zeitraum von einem halben bis einem dreiviertel Jahr veranschlagt worden - damit könnte das Meschede-Center theoretisch noch dieses Jahr eröffnen, praktisch wird es aber für das kommende Weihnachtsgeschäft nur knapp reichen. Eine Eröffnung zum Frühjahr 2014 gilt damit als wahrscheinlicher.

An Nachfragen für das neue Einkaufszentrum besteht, so die Aussagen des Investors, kein Mangel: „Es gibt bereits erste Mietverträge mit namhaften Filialisten aus den Bereichen Mode über zwei Ebenen und Unterhaltungselektronik im ersten Obergeschoss für rund 3600 Quadratmeter“, schreiben die Bövinglohs auf ihrer Internetseite. Mit weiteren Mietern aus den Bereichen Schuhe, Drogerie und Wohnaccessoires liefen konstruktiven Gespräche.

Das Meschede-Center soll eine Verkaufsfläche von insgesamt rund 7600 Quadratmetern haben.

 
 

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