Eröffnung zum Weihnachtsgeschäft?

Foto: Frank Selter
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Foto: Privat / WP Meschede

Meschede. Die Verhandlungen ziehen sich seit Monaten und zeitweise sah es nach einem Stillstand aus, auch über ein Scheitern wurde spekuliert. Doch jetzt rückt der Verkauf des Hertie-Hauses an Investor Hubert Bövingloh näher.

Von einer Eröffnung zum Weihnachtsgeschäft 2011 ist die Rede. „Offensichtlich hat der Jahreswechsel neuen Schwung in die Gespräche gebracht“, sagte Jörg Fröhling, Pressesprecher der Stadt Meschede. Die Verwaltung rechnet „in den nächsten Wochen“ mit einer Einigung zwischen dem Eigentümer des Gebäudes, der britischen Finanzgruppe Dawnay Day, und dem Investor aus dem Münsterland.

Nach Angaben der Stadt Meschede gibt es inzwischen Bewegung auf beiden Seiten: Im Rathaus herrscht daher Optimismus, dass der Umbau des Hertie-Hauses tatsächlich verwirklicht werden kann. Die Firma Bövingloh möchte die früheren Karstadt-Flächen in ein „Meschede Center“ verwandeln. Neben einem Supermarkt sollen Geschäfte einziehen, die Textilien, Schuhe, Elektroartikel sowie Drogeriewaren führen.

Acht Ladenlokale

Acht Ladenlokale sind geplant. Nach Angaben des Investors sind schon weitreichende Verhandlungen mit künftigen Mietern geführt. „Wir führen sehr gute Gespräche. Sie werden überrascht sein“, hatte Hubert Bövingloh bereits im September vergangenen Jahres gesagt. Nicht nur neue Läden sollen in dem Gebäude einziehen, auch die Optik soll sich verändern.

Das „Meschede Center“ soll eine Glasfassade bekommen, die in den Vorplatz hineinragt. Der Eingangsbereich wird dadurch nicht wiederzuerkennen sein, und es entsteht auch zusätzliche Verkaufsfläche. Der Stadtrat hatte sich schon im Juli vergangenen Jahres mit den Plänen beschäftigt und ihnen grundsätzlich zugestimmt. Für Diskussion sorgte zwar der Verkauf der Stadthalle, die zurückgemietet werden soll - doch auch dieser Forderung des Investors stimmte die Mehrheit zu.

Bauantrag

„Seitdem war auch die Stadtverwaltung nicht untätig“, sagte Jörg Fröhling: Im Rathaus ist der Bauantrag bearbeitet worden, auch die Änderung des Bebauungsplans ist vorbereitet worden. Sollten die Verhandlungen und das weitere Verfahren jetzt glatt laufen, so rechnet Fröhling mit einem möglichen Baubeginn zum Frühjahr. Der Investor hatte damals acht bis neun Monate für den Umbau veranschlagt - passend zum Weihnachtsgeschäft könnten dann die Kassen im „Mescheder Center“ klingeln.

 
 

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