Erich-Kästner-Realschule hat einen neuen Schulleiter

Marcel Plöger, der neue Leiter der Realschule Bad Fredeburg, vor dem Schulgebäude.
Marcel Plöger, der neue Leiter der Realschule Bad Fredeburg, vor dem Schulgebäude.
Foto: WP

Bad Fredeburg..  Marcel Plöger aus Wormbach ist der neue Schulleiter der Erich-Kästner-Realschule in Bad Fredeburg. Damit tritt er die Nachfolge von Angelika Dommes an, die über mehrere Jahrzehnte die Geschicke der Schule geleitet hat. Unsere Zeitung hat Marcel Plöger nach seinem „ersten Schultag“ getroffen.

Frage: Wie war denn der erste Tag an der neuen Schule?

Marcel Plöger: Mein erster Tag an der Schule war offiziell schon am Montag, als ich die Urkunde von der Bezirksregierung ausgehändigt bekommen habe. Der erste Tag mit Schulbetrieb am Mittwoch war sehr aufregend. Los ging es ganz klassisch: Auf dem Schulhof haben wir gemeinschaftlich die Schüler begrüßt. Danach habe ich am Gottesdienst mit den Fünftklässlern teilgenommen. Der war wirklich gelungen. Die Kollegen haben den Gottesdienst sehr gut vorbereitet. Neben der besonderen Atmosphäre des ersten Schultags hat aber gleich auch die Routine begonnen.

Warum haben Sie sich für die Stelle in Bad Fredeburg beworben?

Hauptgrund für mich war, dass ich den Schritt in Richtung Schulleitung gehen wollte. Die Nähe – ich wohne ja in Wormbach – hat mich in meiner Wahl natürlich bestärkt.

Wollen Sie als neuer Schulleiter neue Schwerpunkte setzen?

Ich sehe mich eher als Teil des Ganzen. Schule ist ein System, das man gemeinsam lebt – und Schule verändert sich jeden Tag. Dreht man an einer Stellschraube, muss man direkt an den nächsten arbeiten. Ich habe natürlich Idealvorstellungen einer Schule im Kopf, aber die haben Schüler, Kollegen und Eltern auch. Die Aufgabe der Schulleitung ist es, zu erreichen, dass möglichst viele Menschen ihren Wünschen nahe kommen.

Ihre Meinung: Was muss Schule Kindern für die Zukunft mitgeben?

Schule muss Kindern ermöglichen, sich in verschiedenen Dingen auszuprobieren. Nur so können sie ein Stärkenprofil entwickeln. Ein guter Blick für die eigenen Stärken ist wichtig, weil diese die Grundlage für alle weiteren Entscheidungen bilden.

Konnten Sie denn schon einen Eindruck davon bekommen, was eine Besonderheit der Erich-Kästner-Realschule ist?

Ja, einen ersten zumindest. Die Atmosphäre im Kollegium ist gut, das ist sofort deutlich geworden. Tatkräftige, engagierte Kollegen arbeiten an dieser Schule. Mein erster kleiner Eindruck von den Schülern scheint das zu bestätigen. Hier herrscht ein fairer Umgang und man darf in der Schule auch mal Spaß haben.

Welche Herausforderungen gilt es, in den kommenden Jahren zu meistern?

Eine große Herausforderung wird der Weg in die Inklusion sein. Das gilt aber nicht nur für die Realschule und für Bad Fredeburg – das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Ein weiterer Baustein, den wir noch konsequenter behandeln werden, wird die noch intensivere Vorbereitung und Begleitung der Schüler im Hinblick auf berufliche Perspektiven sein. Und natürlich wird der demografische Wandel eine Baustelle auch für uns werden – mit Blick auf das Kollegium und die Schule insgesamt.

Wie stehen Sie zum Thema Sekundarschule?

Ob man diese Schulform einführen möchte, das ist eine Entscheidung, die im politischen Raum getroffen werden muss. Ich persönlich bin jemand, der von der Realschul-Idee überzeugt ist – sonst hätte ich diese neue Stelle nicht angefangen. Die Realschule hat viele Vorzüge, zum Beispiel die hohe Wahlfreiheit in Richtung Ausbildung genauso wie in Richtung Abitur. Diese Vorzüge kommen aber nur im dreigliedrigen System zum Tragen. Bei allen zukünftigen Entwicklungen – auch mit Blick auf den demografischen Wandel – muss eine Sache klar im Vordergrund stehen: Für die Kinder der Stadt Schmallenberg muss eine möglichst optimale Lösung gefunden werden.

 
 

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