Elleringhauser Tunnel zweigleisig ausbauen

Sanierung Bahntunnel. Nun also soll es der ZRL richten. Der Kreiswirtschaftsausschuss legt dem HSK-Kreistag in seiner nächsten Sitzung als Antrag zur Abstimmung die Empfehlung vor, den ZRL mit dem Beschluss des Verkehrsverbandes bei den Verhandlungen mit der Bahn zu unterstützen.

Diese Beschlussvorlage wird auch dadurch nicht besser, indem man sie einfach um das Wörtchen „vorerst“ im Zusammenhang mit dem Verzicht auf die zweigleisige Sanierung des Elleringhauser Tunnels ergänzt. Wie geht das zusammen mit der Aufforderung an die Bahn, die Gelder, die eigentlich für den Tunnelbau notwendig wären, für andere Maßnahmen auszugeben?

Wie geht das zusammen mit dem Vorschlag einer Blockverdichtung auf diesem Streckenabschnitt? Wer „vorerst“ sagt, meint in Wirklichkeit die Festschreibung des zurzeit bestehenden eingleisigen Fahrbetriebs.

Das Votum des Ausschusses stützt sich auf die Untersuchung eines Schweizer Gutachters über die Perspektiven der Oberen Ruhrtalbahn. Diese Untersuchungen kommen im Kern zu dem Ergebnis, Glösinger und Freienohler Tunnel zweigleisig zu sanieren, der Elleringhauser Tunnel solle dagegen nur eingleisig saniert werden.

Die Ergebnisse der Studie halten einer kritischen Betrachtung aber kaum stand: So heißt es in dem Gutachten, dass bei nur eingleisiger Sanierung der beiden erstgenannten Tunnel mit einer Gesamtlänge von 1337 Metern ein Engpass zusätzlich geschaffen und damit eine langfristige Perspektive verhindert würde. Das sei kontraproduktiv. Dagegen stellt der Elleringhauser Tunnel mit einer Länge von 1399 Metern für die Gutachter auch nach einer nur eingleisigen Sanierung keinen Engpass dar und wird nicht als kontraproduktiv bewertet. Das entbehrt jedweder Logik! Als Begründung wird angeführt, dass die Betriebsführung ja schließlich schon heute eingleisig sei.

Die Expertise büßt auch dadurch erheblich an Seriosität ein, da sie nicht einmal ansatzweise eine (nachträgliche) Elektrifizierung der Strecke in Erwägung zieht. Dieses muss bei der Bemaßung der Lichtraumprofile der Tunnel berücksichtigt werden.

Es ist absolut unverständlich, diese Ergebnisse als Empfehlung an die DB Netz auszusprechen. Alle Maßnahmen müssen jetzt realisiert werden. Übertriebene Sparsamkeit oder gar Streichung können in der Zukunft fatale Folgen haben.

Unterm Strich bleibt nicht viel! Wer den zweigleisigen Ausbau auch des Elleringhauser Tunnels wirklich will, muss ihn jetzt fordern. Zu ergänzen ist die Resolution um die Forderung, die Tunnel in einer für die Elektrifizierung geeigneten Weise zu sanieren. Einen nachträglichen zweigleisigen Ausbau des Elleringhauser Tunnels wird es definitiv nicht geben

 
 

EURE FAVORITEN