Ein neuer Typus von Stadt

Eversberg.  Geschichte kann spannend sein: Das erfuhren die vielen Besucher, die die Präsentation des Historischen Atlas von Eversberg in Markes Haus miterlebt haben. Grundlage für diesen Atlas waren unter anderem auch Informationen und Erkenntnisse, die der Heimatmuseumsverein Eversberg beigesteuert hat.

Prof. Dr. Wilfried Reininghaus von der Historischen Kommission für Westfalen stellte das neue Werk vor, das in der Reihe der Atlanten westfälischer Städte erschienen ist und von Wilfried Ehbrecht bearbeitet wurde.

Atlas macht vergleichbar

Eversberg gilt als erstes Beispiel eines neuen Stadttyps in Westfalen und ist im ersten Band dieser Atlantenreihe beschrieben. Ausgangspunkt ist dabei die Urkatasterkarte des 19. Jahrhunderts und die erste exakte Vermessung der Bergstadt. Auch weitere Entwicklungskarten beruhen auf diesem Urkataster und geben den jeweiligen Forschungsstand der Stadtgeschichte wieder.

Dieser Stadtatlas enthält einen aktuellen, mit vielen Bildern ausgestatteten Beitrag zur historisch-topografischen Entwicklung der Stadt von ihren Anfängen bis zur Gegenwart.

Dr. Angelika Lampen vom Institut für vergleichende Stadtgeschichte erläuterte die Grundlagen, nach denen europaweit diese Stadtatlanten erstellt werden. Auch Eversberg kann somit mit bedeutenden europäischen Städten verglichen werden.

Ortsvorsteher Willi Raulf stellte dieses Werk in Zusammenhang mit den in den siebziger und achtziger Jahren von Dr. Bruns herausgegebenen Eversberger Chronikbüchern: „Auf Grund der heutigen technischen Möglichkeiten werden diese mit höchst interessanten Erkenntnissen ergänzt.“