Ein Netzwerk fürs Mescheder Ehrenamt

Ute Tolksdorf
Die Vereinsgründung der „Freiwilligeninitiative Mescheder Bürgertreff“ erfolgte am 10. September. Standort ist ab Anfang 2015 das Wiebelhaus, Kolpingstraße 16. Den Vorstand bilden Manfred Breider (Vorsitzender), Angela Hoppe (Stellvertretende Vorsitzende), Christina Sondermann (Schriftführerin), Christian Sauerwald (Schatzmeister), Christoph Henke (Beisitzer), Eberhard Borghoff (Beisitzer).
Die Vereinsgründung der „Freiwilligeninitiative Mescheder Bürgertreff“ erfolgte am 10. September. Standort ist ab Anfang 2015 das Wiebelhaus, Kolpingstraße 16. Den Vorstand bilden Manfred Breider (Vorsitzender), Angela Hoppe (Stellvertretende Vorsitzende), Christina Sondermann (Schriftführerin), Christian Sauerwald (Schatzmeister), Christoph Henke (Beisitzer), Eberhard Borghoff (Beisitzer).
Foto: WP
Ein weiteres Projekt der Mescheder Stadtgespräche geht an den Start: Seit September gibt es die „Freiwilligeninitiative Mescheder Bürgertreff“ als eingetragenen Verein. Für Montag, 10. November, sind alle Bürger zur Auftaktveranstaltung eingeladen.

Meschede.  Der Verein will im Wiebelhaus einen Treffpunkt für Menschen schaffen, die sich engagieren wollen, aber auch für solche, die Hilfe benötigen. Der Bürgertreff soll Ansprechpartner und Koordinator für alle Gruppen sein, in denen sich Menschen ehrenamtlich engagieren. Die Räume stellt die Stadt unentgeltlich zur Verfügung.

Kassierer Christian Sauerwald: „Wir Ehrenamtlichen von der Werkstatt Bürgertreff sind von unserem Projekt völlig begeistert und werden täglich angespornt von Bürgern, die ihre Mitarbeit anbieten.“ Planungen oder Konzepte seien aber noch nicht vollständig. „Alles steht noch auf ,Kurz vor Start’.“

Deshalb lädt die Gruppe jetzt ein: „Wir sind darauf angewiesen, dass sich Menschen einbringen. Doch das klappt woanders auch.“ Vorbild sind die Ehrenamtsbörsen, die sich wie ein Netz bereits über ganz Deutschland ziehen.

Mit einem Computerprogramm, das der Verein bereits gekauft hat, fragen die Mitglieder zurzeit ab, was Vereine und Gruppen für Hilfe und Unterstützung benötigen. „Auf der anderen Seite suchen wir dann Menschen, die individuell ihre Zeit und ihr Können in den Dienst des Ehrenamtes stellen wollen.“ Ein entsprechender Flyer liegt bereits vor.

Kleinstreparaturen

Dabei sei jede noch so kleine „Freizeit“ willkommen, egal, ob einmal im Monat oder jede Woche zwei Stunden. Sauerwald denkt an die Hausaufgabenhilfe, an Einkaufsunterstützung für Senioren oder an jemanden, der ehrenamtlich Kleinstreparaturen übernimmt. „Dabei wollen wir auf keinen Fall in Konkurrenz treten zu Handwerkern oder sozialen Dienstleistern, die mit solchen Angeboten Geld verdienen müssen“, betont Sauerwald.

„Aber“, sagt er, „dazwischen gibt es eine Lücke“, und verweist zum Beispiel auf Senioren, die damit überfordert sind, ihre Digitaluhren auf die Winterzeit einzustellen oder Glühbirnen auszutauschen. „Es haben sich bei uns auch schon Menschen gemeldet, die solche Unterstützung übernehmen würden.“

Kassenführung für Vereine

Auch logistische Hilfe für die Vereine will der Bürgertreff bieten. „Es ist daran gedacht, für Vereine die Mitgliederverwaltung und die Kassenführung zu Übernehmen.“

Daneben soll der Bürgertreff mit einem kleinen Café und seinen drei Gruppenräumen ein echter Treffpunkt für alle Altersgruppen sein. „Jugendliche könnten dort zum Beispiel Älteren Handy- oder Computerkurse geben“, schlägt Sauerwald vor und freut sich auch deshalb über die direkte Nachbarschaft im Wiebelhaus zu Kinderschutzbund und Rockcafé.

Schon bald, so wünscht er sich, sollte dann dort auch eine Mitarbeiterin eingestellt werden, die die Hilfe koordiniert und täglich zwei Stunden ansprechbar ist. Allein über Ehrenamtliche sei das nicht zu leisten.

„Es gibt bereits viele gute Initiativen, zum Beispiel in der Jugend- und Seniorenarbeit, die aber nicht überall bekannt sind“, sagt er. Im neuen Treffpunkt soll ein Überblick darüber gegeben werden. Neue Ideen rund ums Ehrenamt sind willkommen.

Sauerwald: „Für den Erfolg der Freiwilligeninitiative sind wir aber auf die Ideen der Bürger, ihre Begeisterung und auf ihr Mitmachen angewiesen. Jeder wird seinen Nutzen daraus ziehen können“, ist er überzeugt. „Es ist befriedigend, sich ehrenamtlich zu betätigen. Wir bringen Menschen zusammen.“