Drei Fragen an Prof. Dr. Claus Schuster

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1. Die FH baut an der Jahnstraße. Ist damit das Interesse an der Franz-Stahlmecke-Schule endgültig erloschen?

Claus Schuster: In der Jahnstraße hatten wir die Möglichkeit, ein direkt angrenzendes Grundstück zu erwerben und so den Campus sinnvoll zu erweitern, was aber mit der Franz-Stahlmecke-Schule nichts zu tun hat. In der Schule wäre eine mit hohen Kosten verbundene Kernsanierung erforderlich gewesen. Trotzdem hätten wir nicht alle unsere Anforderungen umsetzen können, beispielsweise eine erforderliche Deckenhöhe in Laboren. Deshalb haben wir uns gegen den Erwerb der Schule entschlossen.

2. Hat die FH weiterhin Platzprobleme oder ist das Thema in Zeiten des demografischen Wandels bald erledigt?

Claus Schuster: Wir gehen davon aus, dass die Studentenzahl auf dem derzeitigen Niveau bleibt oder weiter leicht steigt. Deshalb schauen wir uns aktuell ein Mietangebot für Büros, Labor- und Seminarräume in Meschede an.

3. Oft wird bedauert, dass die Studierenden so wenig im Stadtbild, in Kneipen und bei Veranstaltungen auftauchen - gibt es Ideen, wie man das ändern könnte?

Claus Schuster: Viele unserer Studierenden sind Tagespendler, die aus der näheren Umgebung kommen. Deshalb fährt ein Großteil nach dem Unterricht nach Hause. Wir versuchen trotzdem, auf verschiedene Weise Stadt und Studierende zusammenzubringen. Beispielsweise mit Initiativen wie dem Mescheder Wohnungsmarkt, dem Tag des Sports, Kneipentouren des AStA oder der Teilnahme eines gemischten Teams aus Dozenten und Studierenden am Firmenlauf. In den Mescheder Stadtgesprächen entwickeln und diskutieren wir zudem laufend neue Ideen mit und nehmen gerne Anregungen auf.

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