Disc-Golf – ein Sport verbindet Generationen

Discgolf in Bad Fredeburg
Discgolf in Bad Fredeburg
Foto: WP
In Bad Fredeburg gibt es die einzige Discgolfanlage im Altkreis Meschede.

Bad Fredeburg.  Andreas Thöne aus Calden, bei Kassel ist zweimaliger Deutscher Meister im Disc-Golf und hat jetzt die 4. Sauerland-Open in Bad Fredeburg organisiert. Die Disc-Golf-Anlage im Luftkurort erfreut sich wachsender Beliebtheit. Nicht nur Freizeitsportler können dort dem Sport mit den fliegenden Scheiben frönen, auch die Profis kommen gern und nutzen die Anlage, die mit ihren insgesamt 18 Bahnen und 60 Metern Höhenunterschied, viele Herausforderungen bereit hält.

Eine von 55 Anlagen

Die Bad Fredeburger Disc-Golf- Anlage ist übrigens eine von (nur) 55 Anlagen bundesweit. Im Vergleich dazu: Im Ursprungsland USA gibt es 4500 derartige Anlagen. Zu verdanken hat man den Sport einer Reihe von amerikanischen Studenten und einem Bäcker namens Frisbee. Nach dem Genuss des Kuchens, drehten die jungen Leute die Bleche, sprich Kuchenformen, um und warfen sie sich gegenseitig zu. Der Ur-Typ der Frisbee- Scheibe war geboren. Heute sind die Scheiben natürlich aus Plastik und es gibt sie in vielen unterschiedlichen Ausführungen.

Andreas Thöne: „Es gibt rund 300 verschiedene Modelle mit den unterschiedlichsten Flugeigenschaften und für jeden Anspruch“, erklärt der Fachmann.

Das Ziel des Spiels ist denkbar simpel: Die Scheibe soll mit möglichst wenigen Würfen in einen Metallkorb befördert werden. Die Ketten an der Konstruktion fangen dabei den Schwung der Scheibe ab. Auf der Bahn befindliche natürliche Hindernisse wie Bäume, Sträucher oder Bäche sind durchaus gewollt.

Geworfen wird immer ab dem Punkt, an dem die Scheibe zuletzt gelandet ist. Die Disc-Golf-Gemeinde in Deutschland wächst. Waren bei den letzten Sauerland-Open vor zwei Jahren noch 33 Teilnehmer am Start, so meldeten die Veranstalter in diesem Jahr: Ausgebucht!

Mit 72 Teilnehmern ausgebucht

72 Teilnehmer (darunter acht Frauen) machten einen ganzen Tag die Anlage in Fredeburg unsicher und bewiesen: Disc-Golf ist ein Sport für alle. Nicht nur, was das breite Altersspektrum vom Jugendlichen bis zum 75-jährigen Senior angeht.

Auch die Anschaffungskosten des runden Fluggerätes sind denkbar gering. Einer weiteren speziellen Ausrüstung, bedarf es nicht. Die Vierer-Gruppen spielen bunt gemischt, bei der Zusammenstellung entscheidet das Los. Gewertet wird jeder Spieler einzeln. Disc-Golf ist eine Fun-Sportart die Generationen verbindet.

Bewegung an der frischen Luft

Was fasziniert die Sportler so an ihrem Sport? „Es ist eine Kombination aus vielem“, weiß Andreas Thöne, „Bewegung an der frischen Luft, den Kopf frei bekommen und einfach Spaß haben.“ Schiedsrichter oder ein aufwendiges Reglement gibt es beim Disc-Golf übrigens nicht. „Die Spieler sind jeder für sich selbst verantwortlich und bekommen einen Scoreblock mit auf den Weg, auf dem sie die Anzahl ihrer Würfe aufschreiben. Ähnlich wie beim Mini-Golf“, so Thöne.

Wer jetzt denkt, Disc-Golf sei eine reine Sommer- bzw. Schönwetter Sportart, den belehrt Andreas Thöne eines Besseren: „Disc-Golf wird auch im Winter gespielt. Da finden sogar Turniere statt. Es gibt kein schlechtes Wetter - nur schlechte Kleidung.“

Einziger Wermutstropfen beim Turnier in Bad Fredeburg: Es kamen keine Zuschauer. „Aber das“, so ist sich Andreas Thöne sicher, „wird beim nächsten Mal bestimmt besser.“

 
 

EURE FAVORITEN