Die große Mescheder Nachbarschaftspflege

Im Zeichen des bunten Stuhles: Die Ideengeber stellten den „Tag der Nachbarschaften“ vor.
Im Zeichen des bunten Stuhles: Die Ideengeber stellten den „Tag der Nachbarschaften“ vor.
Foto: WP
Gemeinsam statt einsam. Die Idee ist simpel, aber genial. Beim ersten „Tag der Nachbarschaften“ sollen die Mescheder wieder stärker miteinander ins Gespräch kommen. Dafür sollen allerorten viele, viele Straßenfeste stattfinden – ob in der Hausgemeinschaft oder für einen ganzen Straßenzug. Zu dem Tag rufen die beiden Projektwerkstätten „Vereinsamung entgegenwirken“ und „Vielfalt“ auf, die sich unter dem Dach der Mescheder Stadtgespräche fanden.

Meschede.  Gemeinsam statt einsam. Die Idee ist simpel, aber genial. Beim ersten „Tag der Nachbarschaften“ sollen die Mescheder wieder stärker miteinander ins Gespräch kommen. Dafür sollen allerorten viele, viele Straßenfeste stattfinden – ob in der Hausgemeinschaft oder für einen ganzen Straßenzug. Zu dem Tag rufen die beiden Projektwerkstätten „Vereinsamung entgegenwirken“ und „Vielfalt“ auf, die sich unter dem Dach der Mescheder Stadtgespräche fanden.

Die Briten machen es vor. Vorbild für die Mescheder Aktion ist der so genannte „Big Lunch“, bei dem die Engländer ihre Nachbarschaften pflegen. „Was für ein ganzes Land funktioniert, das kriegen wir auch für eine kleine Stadt hin“, ist sich Christina Sondermann, eine der Initiatoren, sicher.

Die große Mescheder Nachbarschaftspflege soll am Samstag, 21. September, stattfinden. Die beiden Werkstätten als Organisatoren geben nur dieses Datum und die Uhrzeit, gerne ab 15 Uhr, vor. Mit Unterstützung vom Stadtmarketing sind Infozettel, Plakate und Einladungsvordrucke in Vorbereitung (zu finden im Internet, siehe unten): Dann muss nur ein gemeinsamer Treffpunkt, leicht zugänglich, überlegt und in die Einladungen eingetragen werden – und fertig ist die Aktion.

Sitzgelegenheiten bringt jeder zum Straßenfest mit. Symbolisch steht der Tag der Nachbarschaften auch unter dem Logo des weißen Stuhles auf rotem Grund – denn Nachbarschaft hat schließlich etwas von Zusammenrücken und Zusammensitzen. Die Werkstätten planen zur Begleitung ihrer Nachbarschaftsaktion werbemäßig deshalb auch eine Aktion, bei der Stühle künstlerisch gestaltet werden sollen.

Das fröhliche Miteinander hat einen ernsten Hintergrund, betont Manfred Breider vom Seniorenbeirat: Wohnen im Alter nämlich fuße auch auf einer funktionierenden Nachbarschaftshilfe. Breider: „Wo Nachbarn ins Gespräch kommen, da wachsen Kontakte und gegenseitiges Verständnis.“

Die ersten Teilnehmer stehen übrigens schon fest: Beispielsweise machen die Stettiner Straße in Meschede mit, ebenso die Eichen- und die Walburgastraße, das Bernhard-Salzmann-Haus genauso wie die Ruegenbergstraße in Remblinghausen. Wetten, es werden viel mehr?

 
 

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