Debatte über Camping-Urlaub in Schmallenberg

Urlauber, die mit dem Wohnmobil nach Schmallenberg kommen, haben bisher nur eine kleine Auswahl, wenn um die Frage des Stellplatzes geht. Das will die UWG ändern.
Urlauber, die mit dem Wohnmobil nach Schmallenberg kommen, haben bisher nur eine kleine Auswahl, wenn um die Frage des Stellplatzes geht. Das will die UWG ändern.
Foto: Lars Heidrich
  • UWG sieht Wachstumschancen für die Stadt
  • Kur- und Freizeit GmbH begrüßt Vorstoß
  • Mehr Stellplätze für Wohnmobile

Schmallenberg.  Sie regt an, die Weiterentwicklung des Camping- und Wohnmobilurlaubs kurzfristig in die politische Diskussion aufzunehmen.

Im Fokus sollen dabei die Wachstumschancen stehen, die dieses Geschäftsfeld laut UWG für die Stadt bietet, und die Freizeitmöglichkeiten erweitern, die die Stadt für diese spezielle Urlaubergruppen bieten kann.

Die UWG schlägt vor, dass die notwendige Verwaltungsarbeit vom Haupt- und Finanzausschuss sowie dem Beirat der Kur- und Freizeit GmbH begleitet werden soll.

Branche wächst in NRW

„Camping und Urlaub mit Wohnmobilen ist in Deutschland eine absolute Wachstumsbranche“, schreibt die UWG in ihrer Presseerklärung. „Während es in NRW 2004 noch 198 Campingplätze gab, waren es 2014 schon 305 (plus 54 Prozent).“

Im gleichen Zeitraum habe sich in NRW die Zahl der Übernachtungen auf Campingplätzen um 39,5 Prozent gesteigert. 2014 waren das laut UWG 1,6 Millionen Übernachtungen, 2015 schon 1,7 Millionen.

Bisher gibt es nur wenige Plätze

Die Wählervereinigung schreibt: „In Schmallenberg fristet der Campingtourismus bisher eher ein Schattendasein, obwohl Schmallenberg viel Erholungswert zu bieten hat und die Stadt wie auch die Tourismusunternehmen in diesen Markt viel investieren. Schmallenberg nimmt am Wachstum des Camping- und auch Wohnmobilmarktes bisher nur unzureichend teil. Das muss sich ändern.“

Bei der Kur- und Freizeit GmbH zumindest rennt die UWG mit dieser Idee offene Türen ein. Vor allem bei den Wohnmobil-Stellplätzen sieht Hubertus Schmidt, Geschäftsführer der Kur- und Freizeit GmbH, noch Potenzial.

„Die gibt es bisher mit Ver- und Entsorgung nur an wenigen Stellen, unter anderem in Winkhausen bei Familie Mertens und am Sauerlandbad“, weiß Schmidt. Er ist allerdings der Ansicht, dass vor allem private Gastronomiebetriebe sich diese zusätzliche Einnahmequelle erschließen könnten und sollten. Das sei weniger Aufgabe der Stadt.

Informationsveranstaltung

Allerdings halte er viel davon, die Sachlage in Ruhe zu analysieren und dann in einer Informationsveranstaltung mit allen Interessierten zu diskutieren, erklärt Schmidt.

Vorstellen könne er sich Stellplätze nah an der Kernstadt, an spannenden Naturpunkten wie in Schanze oder an der Wisent-Welt oder beispielsweise auch an Thikos Kinderland.

Besonders in folgenden Punkten sieht die UWG die Vorteile von zusätzlichen Angeboten für Camper und Wohnmobiltouristen:

Erhöhung der Attraktivität der Urlaubsregion Schmallenberg durch ein zusätzliches Angebot für diese speziellen und mobilen Urlaubergruppen.

Zusätzliche Umsätze für den örtlichen Einzelhandel, die Gastronomie und die privaten Freizeiteinrichtungen.

Verbesserung der Auslastung von öffentlichen Einrichtungen wie Sauerland-Bad, Wellenfreibad Schmallenberg, Museen, Veranstaltungen im öffentlichen Bereich.

Breitere Vermarktung der touristischen Attraktionen in Schmallenberg.

Schaffung von zusätzlichen Arbeitsplätzen.

 
 

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