Das Feuer weitergeben

Meschede.  Zu einem Informationsabend zum Thema Unternehmensnachfolge laden der Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft (BVMW e.V.) und die Sparkasse Donnerstag, 19. März, um 19 Uhr in das Kreditinstitut ein.

Landesweit stehen in NRW bis 2019 rund 29 000 Firmenübergaben an, von denen nach aktuellen Studien nur wenige wirklich übergabereif sind. Statt frühzeitig zu handeln, wird auch in den überwiegend familiengeführten Betrieben des sauerländischen Mittelstands abgewartet. Denn die Übergabe eines Familienbetriebs hat nicht nur betriebswirtschaftliche und rechtliche Aspekte. Die emotionale Seite nimmt sehr viel Raum ein. Das eigene Lebenswerk weiterzugeben, fällt nicht leicht. Es ist aber auch eine Chance, das Feuer und nicht die Asche weiterzutragen, wie auch Gelegenheit für zukunftssichernde Veränderungsprozesse.

Eine Nachfolgeberatung hat in der ersten Phase üblicherweise drei Gesichter: ein juristisches, ein steuerrechtliches und ein betriebswirtschaftliches. Aber erst wenn das menschliche Erbe geklärt ist, hat das wirtschaftliche freie Bahn. Konflikte und Klippen der Unternehmensnachfolge mit ihrer Familienlogik und ihrer Unternehmenslogik werden bei dem Informationsabend in der Sparkasse Meschede mit anschaulichen Beispielen vorgestellt.

Drei Experten referieren

Im Dialog mit einem Steuerberater, einem Kreditinstitut und einem Konflikt-Klärer sollen die verschieden Aspekte beim Mittelstandstreffen diskutiert werden.

Uwe Metzner, stellvertretender Leiter des Sparkassen Firmenkunden-Center, wird aufzeigen, wie die Unternehmensnachfolge auf solide finanziellen Füße gestellt wird.

Johannes Stienen, Wirtschaftsmediator und Coach aus Meschede, beleuchtet die Funktion der Familie in der Unternehmensnachfolge unter dem Motto „Fallstrick und Sicherungsseil“.

Steuerberater Thorsten Hegener aus Meschede wird aufzeigen, wie sich die steuerlichen Fallstricke der Nachfolge meistern lassen.