Damit die Feuerwehr ehrenamtlich bleibt

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Meschede. Wenn es brennt, ist die Freiwillige Feuerwehr sofort vor Ort. Jetzt setzen die Kameraden selbst einen Hilferuf ab: Sie bitten um Unterstützung für ihren Förderverein. Auch auf diese Weise soll der Löschzug Meschede in seiner Stärke erhalten bleiben.


Etwa 75 aktive Mitglieder gehören der Freiwilligen Feuerwehr in der Kreisstadt an - doch: „Es wird schwieriger“, sagt Löschzugführer Holger Peek. „Mittelfristig könnten wir ein Personalproblem bekommen.“ Auch die Feuerwehr trifft der demografische Wandel: Die Alten scheiden aus, weniger Junge kommen nach. Hinzu kommen noch zwei spezielle Probleme: Immer mehr Kameraden haben ihren Arbeitsplatz nicht mehr in Meschede, sie sind also tagsüber nicht immer verfügbar. Und: Wer als junger Mensch beim Löschzug anfängt, scheidet manchmal durch Ausbildung und Studium später wieder aus, weil ein Ortswechsel ansteht.

„Was gut läuft, ist die Jugendfeuerwehr“, berichtet Löschzugführer Peek. Hier herrscht viel Zulauf - doch auch da gilt: „Der Sprung später in den Löschzug ist relativ groß.“ Und der Aufwand für dieses Ehrenamt ist es auch: 24 Stunden am Tag sind die Aktiven für die Bevölkerung da, wenn es brennt oder andere Notlagen eintreten. Hinzu kommen ein wöchentlicher Übungsabend und Lehrgänge.

Engagement

„Dieses Engagement verdient es, unterstützt zu werden“, betont Michael Wiese, der Vorsitzende des Fördervereins für den Löschzug Meschede. Er hofft, dass möglichst viele Einwohner der Stadt Meschede die Arbeit der Feuerwehr durch eine Spende oder eine Mitgliedschaft unterstützen, insbesondere an Hauseigentümer und Unternehmer appelliert er.

Der Förderverein unterstützt die Feuerwehr da, wo es die Stadt Meschede nicht mehr kann: Sie stellt die Grundausstattung, und das macht sie vorbildlich, wie alle Seiten betonen. Aber hier eine neue Digitalkamera, dort Zuschüsse für die Ausstattung eines Gemeinschaftsaums oder für Lehrmittel bei Schulungen - da springt der Förderverein ein. Und quasi brandaktuell: Der Förderverein möchte den Löschzug mit seinen Mitteln auch für die Zukunft so attraktiv ausstatten, dass Nachwuchs gewonnen wird. „Wir wollen mithelfen, Leute für die Feuerwehr zu begeistern“, sagt Michael Wiese.

„Wir müssen auch verstärkt junge Leute ansprechen, die hier in der Ausbildung sind und hier bleiben wollen“, ergänzt Löschzugführer Peek. Denn gelingt all das nicht, droht mittelfristig eine Variante, die weder Feuerwehr noch Stadt wollen: der Teileinsatz hauptamtliche Kräfte. Und das würde für die gesamte Bevölkerung teuer.

 
 

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