City-Manager kündigt zum Februar

Foto: Privat / WP Meschede

Meschede. City-Manager Andre Wiese verlässt das Stadtmarketing. Er hat zum 1. Februar gekündigt. Nach Informationen unserer Zeitung tritt er eine Stelle bei der Veltins-Brauerei an.

Mit Bedauern nahm Heinz-Dieter Tschuschke, der Vorsitzende des Stadtmarketing-Vereins, die Kündigung zur Kenntnis. „Herr Wiese hat sehr gute Arbeit geleistet und sich sehr gut in der Position entwickelt“, sagte er. Nach seinen Angaben soll die Stelle zügig wieder besetzt werden.

Um das Stadtmarketing macht sich Tschuschke gleichwohl keine Sorgen: „Wir stehen ja nicht bei null. Wir können auf einer sehr guten Arbeit weiter aufbauen.“ Jetzt gelte es, das Bewährte fortzuführen. „Und die Stelle ist ja durchaus attraktiv.“

Andre Wiese hatte zunächst seine Ausbildung beim Stadtmarketing absolviert. Nach dem Weggang von City-Managerin Iva Menzel im Mai 2009 hatte er nahtlos den Posten übernommen. Wiese ist jetzt seit fünfeinhalb Jahren beim Stadtmarketing tätig. Er geht nach eigenen Angaben „mit einem lachenden und einem weinenden Auge“: Auf der eine Seite habe er die Möglichkeit, sich beruflich weiterzuentwickeln. Auf der anderen Seite habe ihm die Arbeit sehr viel Spaß bereitet.

Wiese ist bereits der vierte City-Manager binnen neun Jahren, der diese Stelle aufgibt. Der relativ häufige Wechsel hängt auch mit der Struktur des Stadtmarketings zusammen: Die Stellen werden über einen eigenen Verein mit Mitteln der Stadt Meschede, der Interessengemeinschaft Mescheder Wirtschaft und von „Meschede aktiv“ finanziert. Verträge gibt es nur im Jahres- oder Drei-Jahres-Takt.

„Das ist sicherlich eine Problematik, einen dauerhaft sicheren Arbeitsplatz können wir nicht bieten“, sagt Vorsitzender Heinz-Dieter Tschuschke. Zugleich betont er, wie viele Chancen das Stadtmarketing eröffnet. „Meschede hat bereits viele gute Leute hervorgebracht, die sich gut etabliert haben und dann erfolgreich weiter gewechselt sind.“

Auch für Andre Wiese spielten die befristeten Verträge eine Rolle beim Wechsel: „Man macht sich schon Gedanken darüber, dass man gute Arbeit leistet und trotzdem irgendwann alles vorbei sein könnte.“

 
 

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