CDU und FDP für Sekundarschule in Meschede

Foto: Holger Schmälzger

Meschede. CDU und FDP wollen bei den Eltern für eine neue Sekundarschule in Meschede werben. Eine Gesamtschule, wie von SPD und MBZ gefordert, lehnen sie strikt ab - vor allem aus zwei Gründen.

Die Zahlen sind eindeutig: Drei Hauptschulen gibt es im Stadtgebiet und für das kommende Schuljahr werden dort laut Prognose nur 60 Schülerinnen und Schüler angemeldet, Tendenz weiter fallend. „Die Hauptschulen sind in ihrer heutigen Form nicht mehr überlebensfähig“, sagt der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Andreas Wrede. Dennoch schmerzt ihn diese Aussage. „Das schlechte Image wird der Arbeit an unseren Hauptschulen nicht gerecht.“

Der Trend weg von dieser Schulform lässt aber auch CDU und FDP von ihrer bisherigen Haltung abrücken. War sie bisher für das dreigliedrige Schulsystem aus Hauptschule, Realschule und Gymnasium, so sieht sie jetzt in der Sekundarschule - einer Zusammenfassung aus Haupt- und Realschule - das richtige Konzept für die Zukunft. „Es ist eine Schulform, die in unsere Landschaft passt“, meint FDP-Fraktionschef Martin Schubert.

Konkret sieht der Plan von CDU und FDP wie folgt aus: Die Städtische Hauptschule, die Städtische Realschule und die Konrad-Adenauer-Hauptschule in Freienohl werden zum Schuljahr 2013/14 zu einer neuen Sekundarschule mit den Standorten Meschede und Freienohl. Gleichzeitig wird die Franz-Stahlmecke-Hauptschule aufgegeben.

Am Donnerstag, 29. März, sollen die Beschlüsse in der Ratssitzung fallen. Eine Mehrheit aus CDU und FDP steht. Danach werden die Eltern der künftigen Fünftklässler gefragt: Benötigt werden 75 potenzielle Anmeldungen für die Sekundarschule, dann wird sie eingerichtet.

Eine Gesamtschule - eine Kombination aus Haupt- und Realschule sowie Gymnasium - wollen die beiden Fraktionen nicht zur Abstimmung stellen. Davon abgesehen, dass sie diese Schulform für „zu ideologisch geprägt“ halten, wie es Martin Schubert formulierte, sehen CDU und FDP konkrete Probleme: Der Schulstandort Freienohl müsste aufgegeben werden, weil Außenstellen dann drei Klassen in jedem Jahrgang haben müssten - zu viel für den Küppelort. Und: Die Fraktionen fürchten eine Schwächung oder gar ein Aus des Städtischen Gymnasiums, wenn mit der Gesamtschule eine weitere Oberstufe entstünde. „Dabei steht das Städtische Gymnasium für eine sehr bewährte Qualität, die ungebrochen nachgefragt wird“, so Wrede.

 
 

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