CDU-Kandidat Sensburg mit 97 Prozent der Stimmen gewählt

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Meschede..  Die CDU im Hochsauerland hat Freitagabend ihren Kandidaten für die Bundestagswahl bestimmt. Erwartungsgemäß fiel die Wahl auf den Abgeordneten Patrick Sensburg. Der 41-jährige Briloner hatte keinen Gegenkandidaten und erreichte 97 Prozent der Stimmen. „Ich freue mich über so viel Geschlossenheit und blicke optimistisch auf den Wahlkampf“, rief er fast 300 Delegierten in der St.-Georgs-Schützenhalle zu.

Sensburg war zuvor vom Landesgruppenchef der CDU im Bundestag, Peter Hintze, wärmstens als Kandidat empfohlen worden: „Er ist einer unser absoluten Leistungsträger“, lobte der Staatssekretär, der als Gastredner nach Meschede gekommen war, den heimischen Abgeordneten. 2009 war Sensburg zum ersten Mal für die CDU in den Bundestag eingezogen. Hintze sagte zu den Delegierten: „Sie haben schon damals eine exzellente Wahl für Berlin getroffen.“

Sensburg bezeichnete es als „bewegend“, dass so viele Delegierte zu der gestrigen Versammlung gekommen waren. Er beschwor die Stärke des zweitgrößten CDU-Kreisverbands in Deutschland. Gemeinsam hätten die Sauerländer Christdemokraten durch ihre Arbeitskreise und Anträge maßgeblich die Politik der Bundespartei mitbeeinflusst. „Hier wird Politik von unten nach oben gemacht, dafür brauchen wir keine Piraten“, sagte Sensburg.

Der Abgeordnete nutzte die Rede zu einer Attacke auf Rot-Grün: Sie spalteten Stadt und Land. „SPD, Grüne und Linke konzentrieren sich auf die Ballungszentren und machen Politik für die Großstädte.“ Gleichzeitig versuche Rot-Grün heimische Infrastrukturprojekte mit allen Mitteln zu bekämpfen. „Da ist es wichtig, dass wir so einen guten Draht zum Bundesverkehrsminister haben, der zum Beispiel vor Weihnachten noch 14 Millionen Euro für die A 46 bereit gestellt hat“, meinte Sensburg.

Er präsentierte die CDU als Partei, „die Politik für den Mittelstand macht“, aber auch die Familien und die Kleinverdiener im Blick habe. Mit 41,5 Millionen Menschen hätten in den vergangenen Jahren so viele Menschen wie nie einen Arbeitsplatz gehabt, darunter seien 30 Millionen sozialversicherungspflichtige Stellen.

Die Bundestagswahl wird vor-aussichtlich im September stattfinden. Bei der vergangenen Wahl hatte Sensburg im Hochsauerlandkreis 51,7 Prozent der Stimmen geholt.

Peter Hintze nahm übrigens ein Präsent aus Meschede mit nach Hause: ein Kreuz aus der Abtei Königsmünster. Der Theologe will es auf seinen Schreibtisch stellen.

 
 

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